Der Auto Club Europa (ACE) geht davon aus, dass 2015 die Branche mehr als eine halbe Million dieser E-Räder absetzen kann. Damit werde der Bestand an E-Rädern voraussichtlich auf über 2,5 Millionen steigen. Im vergangenen Jahr (2014) wurden 480.000 neue Pedelecs verkauft, zitiert der ACE aus dem jüngsten Bericht des Händlerverbandes.

Der Anteil von E-Bikes am gesamten Fahrradmarkt sei mittlerweile auf 12 Prozent angewachsen, der größte Teil entfällt auf sogenannte „Pedelec 25“, deren Elektroantrieb eine Trittunterstützung bis zu 25 Kilometer pro Stunde (km/h) garantiert. Zu dieser Kategorie gehören 95 Prozent der verkauften E-Räder, rechtlich sind sie den konventionellen Fahrrädern gleichgestellt. Die übrigen 5 Prozent teilen sich auf in „S-Pedelec“, die mit Trittunterstützung eine Geschwindigkeit von 45 Km/h erreichen, sowie komplett auf den Elektroantrieb setzende E-Roller und E-Motorräder.

Nach Darstellung des ACE entsprechen Fahrwerk, Bremsen und Gewichtsverteilung bei den meisten Modellen den durch die höhere erreichbare Geschwindigkeit bedingten Anforderungen. Die verbesserte Technik hat jedoch auch Ihren Preis: Aufgrund der Aufwertung kostet ein neues Pedelec in Standartversion 10 bis 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Pedelec-Käufer müssen demnach im Schnitt zwischen 2.000 und 2.500 Euro investieren.

Das Finanzamt fördert Fahrräder: Arbeitgeber können ihren Beschäftigten Räder auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stellen; dafür bekommen Arbeitnehmer lediglich ein Prozent des Anschaffungspreises als geldwerten Vorteil angerechnet. Verglichen mit einem privaten Fahrraderwerb ist die Beschaffung über den Arbeitgeber unterm Strich deutlich günstiger. Das gilt auch dann, wenn das Rad geleast wird. Für Diensträder spreche auch die Tatsache, dass bei knapp der Hälfte aller Arbeitswege die Entfernung nicht mehr als zehn Kilometer beträgt.