Vanhwaks Valour: das erste mit dem Internet verbundene Karbon-Rad

Vanhwaks Valour: das erste mit dem Internet verbundene Karbon-Rad

Und wieder ist eine Kickstarter-Campagne vorbei, von der man meinen könnte, damit wurde Geschichte geschrieben: Das Vanhawks Valour | First ever connected carbon fibre bicycle by Ali Zahid — Kickstarter soll das erste „connected” Karbonfahrrad werden.

Nun ist connected keine gute Bezeichnung für uns Deutsche: Verbunden meint natürlich mit dem Internet, dem Smartphone, dem Wlan, dem Besitzer – und auch dem Hersteller. Und das wird manchen Rad-Begeisterten vielleicht noch ins Grübeln bringen. Aber davon später.

Zunächst die Zahlen: 100.000 kanadische Dollar wollte der Projekt-Initatator in Toronto, Kanada dafür auftreiben, mehr als 800.000 sind es geworden. Rund 800 „Backer” (Unterstützer) hat das Projekt gefunden, nicht wenige haben gleich rund 1.000 Dollar für eine Vorbestellung des Karbonrades hingelegt. Schnittig sieht es aus, leicht ist, einen Zahnriemenantrieb hat es. Als Fixie ist es wohl eher etwas für versierte Radler und Stadtmenschen.

Der Clou ist allerdings das, was unter dem Begriff connected zusammengefasst ist: Über Smartphone kann man die Route planen und dem Bike „mitteilen”. Leuchtdioden links und rechts am Lenker dienen dann als Navigationsgerät. Kommt man dem umgebenden Verkehr zu nahe – was als Radler ja immer gefährlich ist – warnt das Bike durch einen vibrierenden Lenker. Da das Rad über einen GPS-Sensor leicht zu orten ist, wird es als relativ diebstahlsicher bechrieben. Sollt es dennoch jemand unerlaubt entfernen, ließe es sich auch über Wlan-Verbindungen orten.

Man (!) kann also immer orten, wo sich das Edel-Fahrrad gerade aufhält. Für die Smartphone-Generation (also quasi für jeden außer wirklich sehr alten und sehr jungen Menschen) ist dieses Rad sehr interessant. Die Datenverbindung würde ich mal so sicher oder unsicher einschätzen, wie jede andere. Wer also ein Smartphone nutzt, wird hier nicht zögern.

Der Preis von 1.000 Dollar alleine ist schon eine Ansage: Karbonrahmen, Zahnriemenantrieb und schickes Design – zu diesem Preis dürfte das Rad nach meiner Einschätzung in jedem Land reißenden Absatz finden.

Eine schicke Website gibts auch schon dazu. Wie nach jedem erfolgreichen Kickstarter-Projekt dürfte es allerdings seine Zeit dauern, bis man hier das reale Produkt erstehen kann.