Die Website von bringhand.de

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Der Trend zum Teilen hat das Thema Verkehr nicht etwa jetzt erst erreicht: Dort wurde es sozusagen erfunden. Mitfahrgelegenheiten, zuerst noch über die Schwarzen Bretter der Unis vermittelt und organisiert, erlebten mit dem Internetzeitalter einen Boom. Und Carsharing war wohl die erste verbreitete Methode, etwas gemeinsam zu nutzen, ohne es zu besitzen.

Nun wird auch der Transport an sich, der Transport von Waren, auf solchen Plattformen gehandelt: Bringhand! Mitnehmen oder mitgeben!. Hier können Artikel auf die Reise geschickt werden – gut verpackt und gegen einen Fahrkostenanteil, der wohl nach Gewicht bemessen wird. Damit keiner Dummheiten damit macht, muss man sich registrieren, eine Nummer soll die Transaktion dokumentieren und belegen.

Warum auch bei diesem Dienstleistungsangebot erst einmal ein Frauen-Hintern in Shorts die Besucher auf der Website begrüßt – wir wissen es nicht. Und wir wollen es uns auch nicht denken. (Es war bei meinem Besuch offensichtlich auch das einzige redaktionelle Bild auf der gesamten Website. Werden diese Unternehmensgründer denn nirgendwo beraten?)

Das Grundmodell ist gut: Millionen Autofahrer sind täglich alleine auf der Straße unterwegs. Und wenn sie schon keine Mitfahrer mitnehmen wollen – wofür es durchaus auch nachvollziehbare Gründe gibt – dann doch vielleicht ein Päckchen.

Ein gewissen Grundvertrauen ist vonnöten, zumindest solange, bis die Bewertungsfunktion genügend Inhalt für relevante Aussagen hat.

Die Suchfunktion sollte man dringend verbessern: Auf meine Suche für einen Transport von Freiburg nach Wiesbaden gab es fünf Angebote – bei denen auch in der Detailbeschreibung keiner der beiden Orte auftauchte.