Der Kangoo Z.E. für den Papst. Foto: Renault

Der Kangoo Z.E. für den Papst. Foto: Renault

Nein, was habe ich gelacht, als ich das gelesen habe: Der Papst fährt Kangoo. Ich dachte erst an einen Scherz, aber es gibt eine offizielle Pressemitteilung dazu und erste Bilder, auch von der Innenausstattung. Mit gediegenen, maßgeschneiderten Ledersitzen, in denen seine Heiligkeit auf dem Rücksitz Platz nehmen kann.

Schade eigentlich. Ich hatte schon das Bild im Kopf, wie Benedikt in einem (dunkelblauen?) Handwerkerauto durch Rom düst und sperrige Sache einkauft für das nächste Konzil. Und was wäre als Nächstes gekommen? Seine Heiligkeit in einem offenen Fiat 500 auf dem Weg zum Strand?

Nein, es ist ernster. Auch bei Renault sieht man das Ganze naturgemäß sehr viel ernster:

„Mit der Spende an seine Heiligkeit unterstreicht Renault erneut seinen Einsatz für nachhaltige Entwicklung und respektvollen Umgang mit der Natur“, sagte Carlos Ghosn, Präsident der Renault Gruppe bei der Übergabe der Fahrzeuge in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo.

Der Kangoo ist ein rein elektrisch betriebener Kangoo Maxi Z.E. und er wurde speziell an die Mobilitätsbedürfnisse von Papst Benedikt XVI. angepasst. Die umweltschonende Ausführung des „Papamobils“ ist weiß lackiert und an den Papstwappen auf den Türen erkennbar. Mit einer Gesamtlänge von 4,6 Metern und einer Breite von 1,8 Metern bietet das Renault Modell großzügige Platzverhältnisse. Zwei maßgeschneiderte, komfortable Einzelsitze im Fond ersetzen die serienmäßige Rücksitzbank. Darüber hinaus verfügt der Kangoo Maxi Z.E. über ein weit öffnendes Schiebedach, herausnehmbare Seitenscheiben und hinten angeschlagene Türen statt der Kangoo typischen Schiebeportale. Elektrisch ausfahrbare Trittstufen erleichtern den Zugang zum Fond.

Ein weiteres Fahrzeug wurde auf die Anforderungen der Gendarmerie des Vatikans abgestimmt. Der blau lackierte Kangoo Maxi Z.E. mit weiß-gelbem Dekorstreifen kommt zukünftig im päpstlichen Sicherheitsdienst zum Einsatz.

Was offen bleibt ist die Frage, warum der Papst dieses großzügige Geschenk eines Autoherstellers angenommen hat. Und wozu? Und was kommt als Nächstes? Die investigativen Journalisten werden Infos dazu sicher in den nächsten Tagen nachreichen.