Der VW up!, hier als Viertürer  Bild: VW

Der VW up!, hier als Viertürer Bild: VW

Hoffentlich war man bei Volkswagen auf diesen Tag vorbereitet: Der VCD wählt den VW eco up! (mit Ausrufezeichen, wie sinnig) zum saubersten Auto des Jahres in gleich zwei Kategorien. Und wo erfährt man etwas über das neue Auto?

Na hier zum Beispiel: dass er bald als Viertürer erhältlich sein soll. Und wie das dann in der Praxis aussehen könnte.

Auch technische Daten blitzen bislang in Pressemitteilungen durch, all das, was jetzt so hochgelobt wird: erzeugt als Serienversion nur 79 g/km CO2, verbraucht lediglich 2,9 kg Erdgas auf 100 Kilometern, und dass er in Genf das erste Mal vorgestellt wurde.

Ganz richtig, fast prophetisch ist VW auch mit dieser Aussage gewesen:

Einen Kleinwagen mit CNG-Erdgasantrieb hatte in dieser Form bislang kaum jemand auf der Rechnung. Und das, obwohl dieser Treibstoff riesige Vorteile bietet: Erdgasmotoren sind sehr sauber und werden, zum Beispiel in Deutschland, steuerlich gefördert.

Motordaten und Fahrleistungen: Volkswagen nutzt auch für den eco up! einen neu entwickelten 1,0-Liter-Dreizylinder der Motorreihe EA211. Der agile Antrieb leistet 50 kW / 68 PS (bei 6.200 U/min) und entwickelt zwischen 3.000 und 4.300 U/min ein maximales Drehmoment von 90 Nm. So motorisiert, beschleunigt der eco up! in 15,8 Sekunden auf 100 km/h. Höchstgeschwindigkeit: 168 km/h.

Erdgastanks im Unterboden. Möglich werden diese Fabelwerte durch den hohen Energiegehalt des Erdgases: Ein Kilo CNG entspricht rund 1,5 Litern Benzin. Gespeichert wird das Erdgas in zwei Unterflurtanks (Gesamtvolumen: 72 Liter / 11 kg CNG) im Bereich der Hinterachse. Der erste Tank befindet sich zusammen mit einem 10-Liter-Benzin-Reservetank vor der Achse; der zweite Tank nutzt indes den Raum der Reserveradmulde. Da das gesamte EcoFuel-System in die Fahrzeugstruktur integriert werden konnte, ergeben sich, bis auf den Wegfall der Reserveradmulde, keine Nutzungseinschränkungen.

Einzig über den Preis konnte ich bislang noch nichts erfahren. Preislich fangen die up!s (ob ich mich an Namen und Schreibweise noch gewöhne?) bei knapp unter 10.000 Euro an, je nach Modell steigen die Einstiegspreise (!) dann bis auf unter 14.000 Euro. Der erdgasbetriebene Umweltlisten-Gewinner dürfte preislich noch darüber liegen.

Ob man das wieder „reinfahren” kann? Ein Kleinwagen, um nicht zu sagen Kleinstwagen, vier Türen hin oder her: der Aktionsradius des stylischen up! dürfte dann doch aus rein pragmatischen Gründen etwas begrenzt sein.

Auf der VCD-Seite mit den Infos zu den Siegerautos wird die Reichweite gar nicht angegeben, diese Erdgasauto-Website hat ihn bereits auf der Liste und gibt die Gesamt-Reichweite mit immerhin 600 Kilometern an – das ist schon üppig (Reichweite Erdgas: 380 km).

Der VW eco up! hat also reichlich Vorschusslorbeeren, noch keinen Preis und Liefertermin. Man darf gespannt sein, was man bei VW nun daraus macht.

Aktuelle Werbekampagne für den eco up! Bild: VW

Aktuelle Werbekampagne für den eco up! Bild: VW