Zug-Monitor

Braucht es das, einen Zugmonitor zur Bahn-Pünktlichkeit? Vielleicht nicht unbedingt, aber interessant ist es schon. Live-Karte zu Verspätungen im Fernverkehr steht auf einer Seite der Süddeutschen Zeitung. Und wenn man gerade unterwegs ist, hat man vielleicht nicht so viel davon.

Wer mobil ins Internet kommt, der kann diese und andere Quellen zur Pünktlichkeit von Bahnverbindungen gut nutzen. Nach meinem Wissen zeigt die iPhone App zum Bahnfahrplan Verspätungen ebenfalls an.

Die Darstellung ist errechnet aus offiziellen Angaben der Bahn. Man kann gezielt nach Regionen und Verbindungen suchen und sich auch die Ursachen anzeigen lassen.

Vielleicht entwickelt die Website ihren Charme ja auch mit etwas Verspätung, um in der Terminologie der Bahnreisenden zu bleiben: Wenn ich zuhause nachschauen möchte, wo es wann welche Verspätungen gab, von denen ich unterwegs betroffen war und was die Ursachen dafür waren. Da gehen die Angaben vor Ort ja manchmal auseinander oder es gibt überhaupt keine.

Die Süddeutsche will mit diesem Angebot auch die Schwachstellen des Netzes offenlegen, das ist löblich. Für den Bahnreisenden interessant sind solche Sachen – irgendwann in ferner Zukunft – vor allem dann, wenn er Ausweichmöglichkeiten planen kann oder auch gleich angeboten bekommt.

Womit wir einen Schritt näher am universalen Mobilitätsangebot: Wie komme ich effektiv und günstig von A nach B, wenn ich alle Störungen, Preisangebote, Verkehrsmittel kombinieren kann?

Vielleicht kann man auch hier irgendwann sagen: Es gibt eine App dafür. Eine, die auch Mietwagen und Carsharing und Busse und Staus berücksichtigt. Und vielleicht auch so schlau ist, dass sie wöchentlich wiederkehrende Schwachstellen – wie man sie sicher auch mit dem Angebot der Süddeutschen ausfindig machen kann – gleich in der Planung berücksichtigt.