Pleasecycle

Zugegeben, ich verstehe das Geschäftsmodell noch nicht 100prozentig. Aber was ich verstehe erscheint mir schonmal sehr reizvoll: PleaseCycle bezeichnet sich selbst als „An Inspiring Cycling Business”. Angeboten werden auf der Website gleich drei Produkte – für Arbeiter und Arbeitgeber. Immer geht es darum, den Umstieg aufs Fahrrad zu fördern und den Einsatz des Fahrrads zu erleichtern bzw. auch belohnen.

Cycle-Hub ist ein Onlineportal, auf dem man sich austauschen kann und seine gefahrenen Kilometer festhalten kann. BikeMiles ist ähnlich wie beim Modell Flugmeilen ein Bonussystem. Erarbeitet werden damit Preisnachlässe bei bestimmten Firmen und Gutscheine. Und Bike Concierge schließlich bietet „cycling services, providing clients with industry-leading solutions to any bicycle-based need.” Als Beispiele aufgeführt werden hier Schulungen oder Fahrradflotten mit Werbefahrrädern fürs eigene Unternehmen.

Alles in allem scheint mir das ein rundes Paket, um in Unternehmen das Radfahren zu fördern und zu belohnen. So weit also eine gute Sache. Auch der Unternehmenszweck ist löblich. Wo aber die Initiatoren den Hebel ansetzen, um für ihre Bemühungen entlohnt zu werden, das erschließt sich mir noch nicht.

In den aufgeführten Presseartikeln wird das Unternehmen als London cleantech startup bezeichnet, in anderen dagegen als NGO, was eher auf eine Nonprofit-Organisation hinweist.

Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen:

„We’re a group of passionate entrepreneurs and keen cyclists who simply love cycling and want to help businesses tap into the tremendous value it offers to their brand, employees, and all other stakeholders.
Our mission is to build a global currency around cycling and inspire a billion journeys annually by by 2020.”

Da die Dienste zum größten Teil online angeboten werden, die Kosten für diese Initiatoren also vergleichsweise gering sind, kann man sich das vielleicht eher als einen Dienst wie Facebook vorstellen. Der irgendwann mal seine Gründer ernährt, wenn die Geschichte nur groß genug geworden ist.