Während in Deutschland die Diskussion bei umweltfreundlichen Autos vor allem um Tehemen wie Hybridautos und Elektroautos kreist, setzen die Amerikaner andere Schwerpunkte: Natural Gas Vehicles are Inevitable, and With Incentives Could Skyrocket berichtet die amerikanische Website greencar.com.

Autor Douglas Clark berichtet, die NGVs (natural gas vehicles) seien dort die am schnellsten wachsende Alternative zu den konventionellen Treibstoff-Fahrzeugen. Heute gibt es in den USA mehr als 13,2 Millionen solcher Fahrzeuge, bis 2020 könnten es nach Vorhersagen bis zu 65 Millionen sein.

Sollten die Amerikaner so ganz anders ticken als das alte Europa? Der Stand der Wissenschaft und die Entwicklungen und Innovationen der Industrie müssten doch auch über den Großen Teich hinweg Bestand haben.

Tatsächlich verweist der Autor auf einen Punkt, der für die amerikanische Mentalität ganz wichtig zu sein scheint: „First, we have the fuel – and it’s ours.” Damit scheint die wirtschaftliche Unabhängigkeit höher im Kurs zu stehen als Umweltaspekte, die erst an zweiter Stelle genannt werden.

Ich will nicht alle Aspekte des Artikels aufzählen und lieber auf den durchaus lesenswerten Artikel verweisen, der auch mit Schul-Englisch-Kenntnissen gut verständlich ist. Und ich will auch nicht die Nase rümpfen über das pragmatische Verhalten der Amerikaner in dieser Frage. Denn für Dünkel gibts aus meiner Sicht keinen Grund, nachdem die deutsche Autoindustrie lange Zeit nicht als Vorreiter bei der Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe gelten konnte. Die ersten brauchbaren Hybrid- und Elektromodelle kamen aus anderen Ländern.

PS: Der Autor, der diesen Artikel in den USA veröffentlicht hat, ist ein hochrangiger Vertreter der amerikanischen Gasindustrie. Nichtsdestotrotz scheinen mir sowohl die Zahlen als auch die Erklärungsversuche plausibel.