Das smart ebike soll in der zweiten Hälfte 2012 kommen.

Das smart ebike soll in der zweiten Hälfte 2012 kommen.

Das smart ebike geht in Serie und soll ab 2012 erhältlich sein. Das ist zunächst keine große Neuigkeit und ich würde sie hier auch nicht aufgreifen, so wenig wie ich Studien und bloße Absichtserklärungen aufgreife. Aber das smart e-bike passt für mich gut in ein Konzept, zu dem nicht nur ein sparsames, im Wortsinne smartes Auto gehört, das seiner Zeit bei Erscheinen weit voraus war und aktuell auf der VCD-Umweltliste auf Platz eins steht.

Elegantes Styling, passend zur Smart-Serie

Elegantes Styling, passend zur Smart-Serie

Zu diesem System gehört ja unter anderem auch das Konzept von car2go und car2gether, der Elektro-Smart und der escooter. Das Unternehmen sieht sich selbst als „Vorreiter lokal emissionsfreier Elektromobilität”, und da ist ja auch was dran. Eine seriennahe Version des smart ebike ist auf der Fachmesse „Eurobike“ in Friedrichshafen (31. August bis 3. September 2011) sowie auf der IAA in Frankfurt (13. bis 25. September 2011) zu sehen. Entwickelt und gebaut wird das smart ebike, das ein Pedelec ist, in Kooperation mit der in der Nähe von Berlin ansässigen, renommierten E-Bike-Manufaktur GRACE. Die Markteinführung ist für das erste Halbjahr 2012 geplant, den Vertrieb übernehmen vorerst smart Händler in Europa und Nordamerika.

Ob das smart e-bike in der wachsenden Flotte der E-Bikes mithalten kann, muss sich erst noch erweisen. Den ersten Bildern zufolge hat es zumindest einen Design-Bonus. Bei smart zitiert man auch die Verkaufszahlen des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV), wonach in Deutschland die Zahl der E-Bikes von 70.000 (2007) auf 200.000 Einheiten (2010) stieg.

Kosten soll das smarte Bike immerhin „weniger als 2.900 Euro”, ein Preis, den das Unternehmen als „sehr attraktiv” bezeichnet. Angesichts des wachsenden Angebotes und der fallenden Preise bleibt das smart ebike damit aber nach meiner Einschätzung ein Luxus-Produkt. Entscheidend wird für viele Käufer Mitte nächsten Jahres auch das Batteriekonzept sein: Mittelfristig wird sich wohl ein Akku durchsetzen, der dann in den meisten E-Bikes verbaut wird und auch problemlos getauscht / erneuert werden kann.

Fortschrittlich: der Riemenantrieb

Fortschrittlich: der Riemenantrieb

Zur technischen Ausstattung des Pedelecs erfährt man aus der aktuellen Pressemitteilung, dass der Elektromotor ein wartungsfreier und bürstenloser Hinterradnabenmotor von BionX mit 250 Watt ist, dazu gibts einen „langlebigen und geräuscharmen” Riemenantrieb zum Hinterrad und eine Dreigang-Nabenschaltung.Die Reichweite mit einer Batterieladung kann über 100 Kilometer betragen (in der Praxis fahren heute die meisten E-Bikes etwa 50 Kilometer weit).

Die Lithium-Ionen-Batterie hat über 400 Wh und kann auch während der Fahrt aufgeladen werden: Die Bremsenergie wird in der Batterie gespeichert.

So smart muss es schon sein: Anschluss für das iPhone

So smart muss es schon sein: Anschluss für das iPhone

Aber damit wäre es immer noch kein smart ebike: Eine USB-Schnittstelle ist serienmäßig an Bord und ermöglicht mit Hilfe eines flexiblen Cradles den Anschluss vieler mobiler Endgeräte. Geplant ist sogar, für das iPhone eigens eine App zu entwickeln. Damit können smart ebike-Fahrer dann ihr iPhone als Informationszentrale nutzen und unter anderem Angaben zu Ladezustand und Reichweite abrufen, heißt es in der Pressemitteilung.