Die Sieger der VCD Auto-Umweltliste 2011/2012

Die Sieger der VCD Auto-Umweltliste 2011/2012

Heute ist sie erschienen, die neue Umweltliste des ökologischen Verkehrsclub VCD für 2011/2012. Und sie bringt zwar keine großen Überraschungen aber doch ein paar Neuerungen. Zunächst fällt auf, dass der sonst allgegenwärtige Toyota Prius zwar noch vorne mit dabei ist, aber lediglich noch bei den besten Familienautos auf Platz eins steht.

Doch auch die diesjährigen Testsieger des „umfassendsten Öko-Rankings” (so die VCD-Selbstdarstellung) kommen aus dem Toyota-Konzern. Auf Platz eins steht in diesem Jahr der Lexus CT200h, der Prius als Vorjahressieger kam immerhin noch auf den zweiten Platz. Und auf Platz drei steht – ebenfalls von Toyota – der iQ 1.0 VVT-i.

Auf den weiteren Plätzen der Gesamtwertung folgen japanische Hybridautos (Toyota Auris Hybrid, Honda Insigt Hybrid und Honda Jazz Hybrid), bevor auf Platz 7 mit dem VW Polo 1.2 TDI Blue Motion der erste europäische und der erste deutsche Wagen ins Spiel kommt.

Bei den KLimabesten, einer Wertung des CO2-Ausstosses ohne Berücksichtigung anderer Faktoren, steht der Smart fortwo auf Platz eins, gefolgt von Lexus CT200h und VW Polo. Die ersten sieben Fahrzeuge dieser Kategorie kommen auf erstaunliche CO2-Werte von unter 90 Gramm.

„Die Ergebnisse zeigen, die Top Ten erfüllen schon heute das von der EU für 2020 angestrebte Grenzwertziel von 95 Gramm CO2 je Kilometer”, heißt es dazu in der Pressemitteilung des VCD.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD hob hervor, dass die Autoindustrie ihre An- strengungen forcieren müsse und auch könnte: „Leider ist unter den Top Ten 2011 nur ein deutsches Modell vertreten. Es reicht einfach nicht aus, sich nur auf das Premiumsegment zu konzentrieren, auch wenn sich damit im letzten Jahr viel Geld verdienen ließ. Schwere Luxuslimousinen sind und bleiben Klimakiller. Sie sind nicht zukunftsfähig, unabhängig davon, dass der Normverbrauch auf unter zehn Liter gesunken ist.“

Noch immer läge der durchschnittliche CO2-Ausstoss der 2010 bundesweit verkauften Neuwagen bei 151 Gramm CO2 pro 100 Kilometer, in der EU bei 140 Gramm. Auch Fluch und Segen der Spritspartechniken sparte der VCD nicht aus: Direkteinspritzende Benziner hätten zwar geringere Verbräuche, dafür aber erhöhte Werte von gesundheitsschädlichen Partikeln. Dieses Problem ließe sich allerdings leicht und kostengünstig lösen, so der VCD, wenn für Ottomotoren der gleiche Partikelzahl-Grenzwert eingeführt wird, wie er für Diesel ab dem 1. September 2011 gilt.

Die detaillierten Ergebnisse sollte man auf jeden Fall beim VCD nachlesen, erst recht, wenn man sich für den Themenbereich der sogenannten „Familienkutschen” interessiert, die 7-Sitzer und die klassischen Familienautos. Vor allem bei den größeren Vans spielen die neuen Techniken kauf eine Rolle: Hybride sind hier nicht anzutreffen. Statt dessen dominieren Gasantrieb (CNG) und Dieselmodelle, bevor auf Rang 5 (mehr Plätze wurden nicht vergeben) mit dem VW Touran 1.2 TSI BlueMotion der erste Benziner auftaucht.