Der Twizy von Renault. Bild: Renault

Der Twizzy von Renault. Bild: Renault

Ist er nicht knuffig? Er hört auf den Namen Twizy, kommt von Renault und nein, er wächst nicht mehr. Hoffentlich auch nicht, was den Preis angeht. Renault hat zum Genfer Autosalon ein Elektrofahrzeug vorgestellt, das nur 6.990 Euro kosten und ab Anfang 2012 in Deutschland verfügbar sein soll.

Wer den kleinen Elektroflitzer jetzt gleich vorbestellen will, der sollte vielleicht noch die hinzu kommende Monatsmiete für die Batterie bei einer jährlichen Fahrleistung von 7.500 Kilometern in seine Kalkulation einbeziehen (45 Euro je Monat). Das für den Innenstadtverkehr entwickelte Elektromodell bietet zwei Personen Platz, schreibt Renault in seiner Pressemittelung, und erreicht je nach Fahrbedingungen bis zu 115 Kilometer Reichweite.

Die Maße: 2,3 Meter Gesamtlänge, 1,2 Meter Breite und ein Wendekreis von 3,4 Meter. So weit die Fakten. In seiner Pressemitteilung lehnt sich Renault allerdings noch ein bißchen weiter aus dem Fenster: „Testfahrten in Paris haben ergeben, dass Twizy-Fahrer für die gleiche Strecke durchschnittlich nur drei Viertel der Zeit benötigen wie mit einem kompakten Kleinwagen.” Da bewegt man sich meiner Einschätzung nach wohl schon eher im Bereich der Legendenbildung. Überaus realistisch dagegen finde ich den Hinweis auf die geringe Parkfläche.

Die Batterieladung erfolgt mittels eines aufrollbaren Kabels, das unter einer Abdeckklappe an der Fahrzeugfront verstaut wird. Der Ladevorgang benötigt 3,5 Stunden. Verschiedene Anschlüsse ermöglichen das Aufladen der Batterie an unterschiedlichen öffentlichen und privaten Ladesystemen (so sie denn vorhanden sind).

Alles in allem finde ich den Twizy zwar nicht so smart, dass ich ihn sofort mit nach Hause nehmen möchte – trotz des niedrigen Anschaffungspreises. Aber die Kombination aus niedrigem Anschaffungspreis und Monatsmiete für eine Batterie scheint mir der richtige Weg zu sein, um die Befürchtungen um einen hohen Wertverlust der Batterien von Elektroautos zu begegnen.