Das war zu erwarten: Schon mit der Ankündigung der Rekordfahrt, die schnell als „Wunder von Berlin“ bezeichnet wurde, war nach notariellen Beweisen gefragt worden. Da half auch nicht, das Wirtschaftsminister Brüderle die angebliche Rekordfahrt mit einem persönlichen Empfang in Berlin krönte.

Jetzt berichtet auch der ADAC über die „fragwürdige Rekordfahrt mit Steuermitteln”: Brüderle hatte das umgebaute Fahrzeug mit 275 000 Euro gefördert, die habe allerdings eine Reihe unbeantworteter Fragen hinterlassen.

„Bis heute bleibt die Fahrt ein nicht erklärtes Wunder, da nachprüfbare Informationen zur Akkutechnik nicht vorliegen“, kritisiert ADAC-Vizepräsident für Technik Thomas Burkhardt. „Wir sollten uns schon fragen, ob eine solche, mit Steuermitteln geförderte, Fahrt dem Standort Deutschland dient.“

Eine neutrale technische Abnahme des Fahrzeugs habe es bis heute nicht gegeben, so der ADAC in seiner Pressemitteilung. Ein zur Beglaubigung der Rekordfahrt bestellter Notar habe kurzfristig abgesagt. Außerdem wird berichtet, dass der A2 während der Tour mehrfach für 20 bis 30 Minuten aus dem Sichtfeld mitfahrender Journalisten sei.