ADAC und das Thema Elektro-Mobilität

ADAC und das Thema Elektro-Mobilität

Man kann vom ADAC Motorwelt Magazin halten was man will, zwei Sachen muss man anerkennen: Es ist die auflagenstärkste Motor-Zeitschrift in Deutschland. Und: In dem Maße, wie sich unter den Mitgliedern der Umweltgedanke durchsetzt, kommen auch die altgedienten Motor-Redakteure nicht umhin, aktuelle Themen zu alternativen Antriebstechniken aufzugreifen (das tun sie nun schon länger) und positive Entwicklungen aufzuzeigen (da überwog nach meiner Empfindung bislang Skepsis und Abneigung, aber ich kann mich ja irren).

In der neuesten Ausgabe der Motorwelt widmen die Macher unter dem Motto „Vom Öl zum Strom“ gleich mehrere längere Beiträge dem Thema Elektromobilität: Es gibt einen grundlegenden Artikel über den Entwicklungsstand und die Perspektiven, wobei dankenswerterweise auch gleich die anstehenden Markteinführungen bis 2012 genannt werden.

Und es gibt einen umfangreichen Elektroroller-Test, für den man den Blattmachern gar nicht genug danken kann. In der jüngeren Zeit haben nämlich mehrere Internet- und Print-Magazine zum Thema Ökologie vollmundig solche Berichte angekündigt, die dann meistens doch nichts anderes waren, als verzwirbelte PR-Berichte und Produktbeschreibungen der Hersteller. Unschwer konnte man herauslesen, dass keiner der Autoren solch ein Mobil wirklich getestet hatte.

Schon die Darstellung im Heft ist recht ergiebig, erst recht die Übersicht der verschiedenen Modelle mit den technischen Daten. Spätestens nach dem Studium des für Mitglieder reservierten Testberichts im Internet ist man dann sicher, dass hier wirklich getestet wurde.

Prima ADAC, Danke!

Übrigens: Am besten abgeschnitten haben drei Modelle, ein- und Zweisitzer, die rund 3.000 Euro kosten und Reichweiten zwischen 60 und 100 Kilometern hatten. Fazit der ADAC-Tester: „Als Gefährte für die City oder das nähere Umfeld sind E-Roller bestens geeignet. An den Reichweiten und den Akku-Ladezeiten müssen manche Hersteller aber noch tüchtig arbeiten“.