Der Topf für die Umweltprämie ist zu 80 Prozent ausgeschöpft – und dennoch haben bislang nur wenige Antragsteller ihr Geld erhalten. Das ist nur ein Aspekt der aktuellen Meldungen zum Stand der Umweltprämie. Für weitere 376.00 Anträge würde das Geld derzeit noch reichen (Stand 19.6.2009), das sind also noch rund 20 Prozent.

Eine weitere weniger hilfreiche Information: Vorwiegend Frauen hätten die Prämie bislang beantragt. Was nicht wirklich überraschend ist: Den größten Reiz haben die „geschenkten“ 2.500 Euro bei einem preisgünstigen Kleinwagen. Und diese gelten ja schlechthin als sogenannte „Frauenautos“. Was nicht diskriminierend gemeint sein soll.

Als durchaus ärgerlich kann man empfinden, dass die Auszahlung der Prämie so schleppend erfolgt. Schließlich ist dieser Betrag von den allermeisten Autokäufern ja vorfinanziert worden. Und man kann zu Recht mutmaßen, dass gerade diese Käufer ja eher die finanzschwachen sind.

Angesichts der gerade wieder rasant steigenden Benzinpreise dürften sich viele stolze Neuwagenbesitzer gerade verwundert die Augen reiben: In Testberichten war gerade den Benzinern unter den angeblich so sparsamen kleinen Neuwagen immer wieder eine wesentlich höherer Verbrauch zugeschrieben worden, als der in der Autobeschreibung genannte Wert. Wer die Testberichte aufmerksam studiert hat (wohlgemerkt diejenigen Testberichte, für die auch wirklich das Auto selbst gefahren wurde) dem fiel die Diskrepanz der 5-Liter-Autos zum gemessenen Testverbrauch von rund 7 Litern immer wieder auf.