Bei Volkswagen setzt man auf Biokraftstoffe. Das europäisches Forschungsprojekt Optfuel unter Führung der Volkswagen Aktiengesellschaft soll einer Pressemitteilung zufolge die Großproduktion von Biokraftstoffen der zweiten Generation vorantreiben: „optimised fuels for sustainable transport“, das steht für Kraftstoffe aus Holz und Holzreststoffen.

Das Produktionsverfahren der neuen Kraftstoffe beruht auf der Vergasung von Holz bei 1400°C. OPTFUEL soll den Weg ebnen für eine Großanlage mit einer Kapazität von 200.000 Tonnen Diesel jährlich. Die Demonstration der Prozesskette beginnt mit dem Anbau von 200 ha Weide, Pappel und Robinie. Die schnell wachsende Biomasse dient als Rohstoff für die Herstellung des Kraftstoffs am Standort Freiberg, wo das Unternehmen Choren bereits eine Versuchsanlage zur Erzeugung von 15.000 Tonnen Diesel pro Jahr betreibt. Mit den Messdaten der Freiberger Anlage soll der zukünftige Produktionsprozess verbessert und die Voraussetzung für eine Großanlage geschafft werden.

Die beteiligten Autobauer nutzen den erzeugten Biokraftstoff, um ein hochqualitatives Kraftstoffgemisch für die aktuelle Motortechnologie zu entwickeln. Vorgängerprojekte hätten gezeigt, so der Pressetext, dass sich eine deutliche Reduzierung der Abgasemissionen erreichen lässt.

Zehn Partner aus fünf Ländern haben sich in dem Projekt OPTFUEL zusammengetan, um in den nächsten 3,5 Jahren den neuen Biokraftstoff herzustellen. Beteiligt sind die Autobauer Volkswagen, Ford, Renault und der Anlagenbauer Choren Industries aus dem sächsischen Freiberg, concawe als Vertreter der europäischen Mineralölindustrie, Invensys Process Systems, ein Technologieanbieter für Prozesssimulation, Prozessauslegung und –optimierung, Die Forschungseinrichtungen IfP (Frankreich), CERTH (Griechenland) und IITD (Indien) und der deutsche Projektentwickler Syncom.

Die Europäische Union unterstützt das Forschungsprojekt mit 7,8 Millionen Euro aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm.