Die Nachricht von Opel kam zuerst: Aufgrund der gewachsenen Nachfrage nach Kleinwagen kann der Autobauer Kurzarbeit zurückfahren. Alleine auf das kleinste Modell, den Agila, kann sich das nicht beziehen: Der wird – auf japanischer Basis – offensichtlich in Ungarn montiert. Andere Hersteller veröffentlichten ebenfalls Entwarnungs-Kommentare: Mehr Nachfrage, weniger Kurzarbeit.

Etwas übertrieben optimistisch erschien mir am Wochenende die Aussage eines Ford-Händlers: Sie wären ja das einzige Unternehmen, das Kleinwagen auch liefern könne. Auf Nachfrage ergab sich dann aber, dass bestellte Neuwagen jetzt „sofort produziert“ werden, im April dann fertig seien und im Mai ausgeliefert werden könnten…

Mercedes störte die Idylle positiver Aussagen heute durch die Meldung, der Gewinn sei im letzten Quartal 2008 eingebrochen. Was aber freilich noch nichts über die Effekte der Umweltprämie sagt, die ja faktisch erst seit Mitte Januar richtig greift. Mercedes gehört auch denjenigen Anbietern, die neben der Umweltprämie ordentliche Rabatte einräumen.

Dass diese Rabatte notwendig sind bestätigen verschiedene Auto-Experten: Lange Wartezeiten und der ja schon eingeräumte „Rabatt“ der Umweltprämie haben den Verhandlungsspielraum im Autohaus drastisch sinken lassen. Galten vor wenigen Wochen noch 15 % Preisnachlass und mehr als normal, wird derzeit nach Listenpreis verkauft. Alleine dies scheint den Vorteil der Umweltprämie drastisch einzuschränken.