
Peugeot 206+ - ohne Partikelfilter?
Enttäuschung von einem der Pioniere beim Einbau der Diesel-Partikelfilter (DPF): Der frisch aufgehübschte Peugeot 206 heißt jetzt 206+ – und ist seit langer Zeit das erste Diesel-Fahrzeug des französischen Herstellers, das nicht serienmäßig mit einem Dieselruß-Partikelfilter ausgeliefert wird. Das berichten jetzt mehrere Medien, auch Spiegel Online in seinem aktuellen Bericht:
“Der Selbstzünder klingt zwar ein wenig rau und lässt auch dann Elan vermissen, wenn man ihn mit dem leider nur fünfstufigen Schaltgetriebe auf Trab hält. Doch kann man mit einem Sprintwert von 13,8 Sekunden und einem Spitzentempo von 169 km/h gut leben, wenn man dafür mit einem Normverbrauch von 4,2 und einem Praxiswert von knapp fünf Litern belohnt wird. Völlig unverständlich dagegen ist, weshalb ausgerechnet Rußfilter-Pionier Peugeot den Wagen ohne das millionenfach verbaute FAP-System ausliefert.”
Natürlich ist der 206 immer noch ein moderates Wägelchen mit viel Komfort. Aber nachdem die Benziner-Version bislang nicht gerade als Sparbüchse hinsichtlich des Verbrauchs bezeichnet werden konnte und jetzt an die 130-g-CO2-Grenze heranreicht ist und bleibt mir völlig unverständlich, warum die Diesel-Variante jetzt ohne DPF daher kommt.
Ich konnte das zuerst nicht glauben, habe den Hinweis aber jetzt an mehreren Stellen gelesen. Nur auf der Peugeot-Website finde ich darauf keinen Hinweis: Dort wird das Auto einfach mal als umweltfreundlich dargestellt und auf die Peugeot-Tradition verwiesen. Eine Übersicht der technischen Daten mit klarer Angabe, ob ein Partikelfilter eingebaut ist oder ob man den zumindest als Extra dazu kaufen kann, habe ich nicht gefunden.



