Posted on 26 August 2009 by admin
Der Topf für die Abwrackprämie ist in absehbarer Zeit leer. Wer jetzt noch keinen Neuwagen angeschafft hat, der spekuliert vielleicht darauf, dass er auch einen günstigen und verbrauchsarmen Gebrauchtwagen für etwas weniger Geld bekommt.
Da passt es gut, dass wer seinen Diesel mit einem Partikelfilter nachrüsten lässt, vom Staat mit einem Steuerbonus von 330 Euro belohnt wird. Seit dem 1. August kann man sich diese Prämie auch in Bar auszahlen lassen. Von der Neuregelung profitieren natürlich auch die Besitzer von Dieselfahrzeugen, die ihren Pkw in Kürze verkaufen wollen, wie der ADAC jetzt in einer Pressemitteilung hervorhebt. Im Gegensatz zum Steuerbonus, der mit dem Verkauf an den Nachbesitzer übergeht, können sie die Barleistung selbst behalten.
Unabhängig davon rentiert sich die Nachrüstung eines Partikelfilters aber auch für Dieselfahrer, die nur eine rote oder gelbe Umweltplakette bekommen haben. Ohne Nachrüstung droht ihnen, dass sie schon in Kürze nicht mehr in einige Umweltzonen einfahren dürfen. Das schränkt nicht nur ihre Mobilität ein, es wirkt sich auch negativ auf den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs aus.
Barprämie oder Steuerbonus gibt es nur bis zum 31. Dezember 2009. Fahrzeuge, die nach dem 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden, werden nicht gefördert. Wie alle anderen Diesel-Pkw ohne Partikelfilter müssen sie jedoch noch bis zum 31. März 2011 die Strafsteuer von 1,20 Euro je 100 cm² Hubraum zahlen.
Posted on 16 Februar 2009 by Joachim Ott

Audi A2, auch als sparsamer Diesel mit Partikelfilter
Am Wochenende auf der Freiburger Automesse war ich Zeuge, wie ein älteres Ehepaar sich besorgt erkundigte, ob sie denn für ihr acht Jahre altes Auto nicht auch die Abwrackprämie bekommen können, wenn sie es verschrotten. Der Verkäufer schilderte ihnen geduldig die Bedingungen. Wenn sie bis zum herbst warten, dann ist der Wagten neun Jahre alt, und wenn es dannoch die Abwrackprämie gibt…
Ich habe den Eindruck, dass die 2.500 Euro als Finanzspritze für einen Neuwagen von manchen etwas überschätzt werden. Welches acht Jahre alte Auto ist so wenig wert, dass ich diese Prämie brauche?
Es gibt durchaus gute Gründe, seine Planungen von dieser Prämie unabhängig zu machen:
- Wertverlust: Der Wertverlust bei manchen Neuwagen ist im ersten Jahr oft höher, als dieser Betrag.
- Technische Entwicklungen: Erst nach der Abwrackprämie und teilwesie sogar nach der Vorstellung von neuen Modellen zu Jahresbeginn reagierten Hersteller auf das veränderte Käuferverhalten: Auf einmal stellte man den CO2-Wert mehr in den Mittelpunkt und versprach technische Änderungen wie die Start-Stopp-Automatik als kostenlose Standardausstattung. Abwarten kann sich lohnen: Da kommt noch mehr. Autohersteller sind wie große Tankschiffe, die nur sehr langsam ihren Kurs ändern…
- Größer ist manchmal doch schöner: In einem Toyotahaus wurde ich Zeuge, wie ein übergewichtiger Mann versuchte in den neuen IQ einzusteigen. Der Mann schaffte es, mit dem Rücken voraus seinen Hintern auf dem Fahrersitz zu platzieren – dann war Schluss: Die Füsse reinschwenken ging nicht mehr, der Kopf passte auch nicht unterm Dach durch.
Gerade das letzte Beispiel zeigt: Es interessieren sich zur Zeit Menschen für Kleinwagen, die sonst nie etwas in dieser Klasse kaufen würden. Und zwingend ist auch nicht: Wer auf einschlägigen Internetseiten nach CO2-Werten älterer und größerer Modelle schaut, der stellt fest, dass Fahrzeuggröße und Verbrauch nicht immer zusammenhängen. Auch ich hatte dies einfach als physikalische Grundvoraussetzung angenommen.
Wer jetzt noch ein paar Monate lang spart, der kann im nächsten Jahr (oder wann immer das alte Auto es nicht mehr tut) für 7.500 Euro auch ganz ansehnliche Gebrauchtwagen bekommen, die etwas mehr Raum bieten. Natürlich sind das dann keine Neuwagen. Und die allerneueste Technik wie eine Start-Stop-Automatik wird es dann vielleicht auch nicht geben.
Aber eine Suche bei mobile.de mit der Angabe des persönlichen finanziellen Limits und des Höchstalters bringt etliche Treffer, zu denen ja auch gleich die Verbrauchs- und CO2-Werte geliefert werden. So habe ich überrascht festgestellt, dass es sogar den schon älteren Designklassiker Audi A2 als Dieselfahrzeug mit Minimalverbrauch und Partikelfilter gibt.