Posted on 17 Mai 2011 by admin
Die staatliche Förderung der Elektroautos treibt die Medien um: Käufer eines Elektroautos sollen in den ersten zehn Jahren von der Kfz-Steuer befreit werden, wird jetzt vielfach berichtet. Eine direkte Subvention der Elektroautos in Höhe von einer Milliarde Euro bis 2013 für Forschung und Entwicklung allerdings lehne die Kanzlerin ab.
Das Regierungsprogramm Elektromobilität wurde vom Bundeskabinett jetzt verabschiedet. Berlin kommt damit jetzt Forderungen aus der Autobranche nur teilweise nach: Kaufprämien wie in anderen Ländern soll es nicht geben.
Die Kosten für die kommenden zwei Jahren werden auf zusätzlich eine Milliarde Euro beziffert. Angestrebtes Ziel auch der Nationalen Plattform Elektromobilität sei, dass 2020 etwa eine Million Elektroautos auf deutschen Strassen fahren.
Aufgestockt wird wahrscheinlich der Fördertopf für Grundlagen- und angewandte Forschung, zur Steuerbefreiung für Elektroautos für zehn Jahre kommen wahrscheinlich ferner spezielle Abschreibungsregeln für Elektroautos in Dienstwagen-Flotten.
In den Medien werden die aktuellen Vorhaben durchaus kritisch beleuchtet: Den deutschen Autokonzernen geht es blendend, schreibt zum Beispiel die Neue Zürcher Zeitung NZZ: Warum also sie bei ihren Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen unterstützt werden. Auch würden besondere Abschreibungsregeln für Elektroautos einen „weiteren unsinnigen Verstoss gegen die Systematik des Steuerrechts” darstellen, heißt es dort.
Posted on 15 Oktober 2010 by admin

Coda Car als Mietwagen
Eine interessante Meldung habe ich beim amerikanischen Autoblog-Green gefunden: Enterprise Rent-a-Car to purchase up to 100 Coda Sedans by end of 2011. Demnach planen die Unternehmen Enterprise Rent-a Car, Hertz und Avis wohl den Einstieg in eine E-Mobil-Mietflotte (welch ein Unwort). Es gibt wohl derzeit schon Verträge für die Abnahme von batteriebetriebenen Autos von Nissan und Renault sowie jetzt auch – und das war wohl der Anlass für das amerikanische Autoblog-Green-Blog – mit dem bei uns noch unbekannten amerikanischen Unternehmen Coda Cars.
Einer Pressemitteilung von Coda Cars zufolge wird der Coda die erste vollständig elektrisch angetriebene Limousine eines Unternehmens sein, das sich ganz auf Elektroautos spezialisiert. Er soll in den nächsten Monaten verfügbar sein.
Mit der Kooperation mit den Mietwagenfirmen könnte es tatsächlich gelingen, den amerikanischen Autofahrern Lust auf Elektroautos zu machen. Nicht nur, weil in den USA der Gebrauch von Mietwagen noch weiter verbreitet ist als bei uns: Auch deshalb, weil alleine einer der Mietwagenpartner mehr als 5.000 Niederlassungen in den USA hat. Damit sei für 90 Prozent der US-Bevölkerung eine Niederlassung im Umkreis von 15 Meilen erreichbar.
Posted on 22 September 2010 by admin
Erste Praxis-Tests von Elektrofahrzeugen in verschiedenen Redaktionen zeigen alle ein Problem: Zu wenig Ladestationen, kein einheitlicher Standard. War ja eigentlich auch nicht schwer vorherzusagen…
Jetzt haben die Automobilhersteller angekündigt, einen “einheitlichen Standard für (ein) modulares Stecksystem zum Laden von Elektrofahrzeugen” zu unterstützen. Genauer: Die Automobilhersteller Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen unterstützen gemeinsam ein modulares Stecksystem zum Laden von Elektrofahrzeugen. Ein “global einheitlicher Standard” soll sicherstellen, dass die Kunden unabhängig von Fahrzeugmarke und Stromanbieter immer direkten und einfachen Zugang zum Energienetz haben.
Die Entwicklungsleiter der Häuser haben die Konzeption eines modularen Stecksystems bestehend aus zwei Teilen für Wechselspannung beschlossen, eine Erweiterung für Gleichstrom befinde sich zurzeit in Entwicklung.
Diese Verlautbarung von fünf deutschen Herstellern klingt aber noch nicht nach einheitlichen Standards aller Hersteller, oder? Richtig: “Alle anderen OEMs sind eingeladen, an dieser Entwicklung mitzuwirken und den globalen Standard zu etablieren”, heißt es weiter in der von Audi verbreiteten Pressemitteilung.
Das Leistungsspektrum der Grundausbaustufe reiche jetzt vom einphasigen Laden an der normalen Haushaltssteckdose über das dreiphasige Laden an privaten oder öffentlichen Fahrzeugladestationen, die gegenwärtig im Aufbau sind. Mit der Erweiterung kann an Gleichstromladesäulen geladen werden, analog bereits vorhandener japanischer Systeme. Damit sei das System für alle zukünftigen Gleichstromladeklassen bis hin zu Schnellladestationen vorbereitet.
Posted on 09 April 2010 by admin

Rinspeed Mobilitätskonzept
Normalerweise berichte ich an dieser Stelle nicht über Konzeptautos: Zuviele Firmen versprechen sich einen Imagegewinn, indem sie – vollkommen unverbindlich und ohne Aussicht auf Realisierung – ein paar grüne Ideen und Konzepte in den Raum stellen.
Dass dieses Konzept hier vorgestellt wird liegt auch an der Studie, in der den Initiatoren des UC-Konzepts von den Besuchern des Genfer Autosalons großes Interesse bescheinigt wird.
Die Idee ist kurz gesagt die, dass man die beschränkte Reichweite von kleinen (!) Elektroautos dadurch erhöht, dass man sie beispielsweise im Zug mitnehmen kann. Dass das typischerweise eine Idee ist, die den Autoherstellern (“mein Heilixblechle”) näher liegt als den Verbrauchern, die in wenigen Jahren vielleicht schon keine Autos mehr kaufen wollen sondern “nur” Mobilität, liegt nahe.
Wer sich jetzt näher informieren möchte, der muss erst mal in die Tasche greifen: Die 24seitige (!) Studie kostet bei Rinspeed immerhin 130 Euro. Aber wer sein Auto so lieb hat, dass er es vielleicht später mal im Zug mitnehmen möchte, dem ist das wahrscheinlich auch nicht zu teuer.
Posted on 21 Dezember 2009 by admin
Der ADAC wird im Januar 2010 bundesweit 25 Ladestationen für Elektromobile in Betrieb nehmen. Der Strom an den Säulen ist bis Ende 2011 einem Pressebericht des ADAC zufolge kostenlos – und zwar nicht nur für ADAC-Mitglieder, sondern für alle Besitzer eines Elektrofahrzeugs.
„Wir sind überzeugt, dass Elektromobilität auf allen Ebenen unterstützt werden sollte. Durch unser Projekt mit den e-mobil Ladestationen liefern wir einen ersten wichtigen Beitrag zur Durchsetzung dieser neuen Technologie“, so ADAC-Präsident Peter Meyer. Der ADAC baut seine ‘E-Tankstellen’ in Zusammenarbeit mit dem Stromanbieter RWE auf, der bundesweit bis Anfang 2011 insgesamt 1 000 Ladepunkte in Betrieb nimmt.
Der Weg zu den Ladestationen, die sich meist im Umfeld der jeweiligen ADAC-Geschäftsstelle befinden, ist ausgeschildert, das Aufladen der Batterien unkompliziert. Der Fahrer eines Elektroautos meldet sich bei einem ADAC-Mitarbeiter des jeweiligen Standorts, der die Säule dann freischaltet. Abhängig von den technischen Voraussetzungen des Autos können Ladungen, die bis zu 100 Kilometer reichen, in weniger als einer Stunde geschehen. Bis Ende 2010 sollen, zusammen mit dem Projektpartner RWE, bundesweit insgesamt etwa 50 ADAC e-mobil Ladestationen entstehen.
Posted on 26 November 2009 by admin
Bei meinem Besuch in der Heimatstadt Stuttgart am Wochenende war es das Thema in den Medien: Elektroauto: Region gerät in Rückstand berichteten zum Beispiel auch die Stuttgarter Nachrichten online.
Auslöser dafür war zum Teil auch die Ankündigung des Daimler-Konzerns, den Schwerpunkt für Elektroautos nach Berlin zu verlegen. Die Schwaben sehen – lapidar gesagt – ihre Felle davon schwimmen. Denn neben Daimler und Porsche haben sich im Umland der Schwaben-Metropole auch viele Automobilzulieferer angesiedelt, von denen die meisten bislang fast ausschließlich auf Verbrennungsmotoren fixiert sind.
Ab 2030 – so hat es auch Noch-Landesvater Öttinger formuliert – werde die Gezeitenwende eingeläutet: “Dann wird die Mehrzahl der Fahrzeuge von Zapfsäulen anderer Art betrieben werden.” Die Zulieferer im Land für Kühler, Zündkerzen, Kolben, Abgasanlagen oder Getriebe stellen in der Region Stuttgart rund 60 000 Arbeitsplätze.
Derzeit bemühten sich die Wirtschaftsförderer in Berlin und Brandenburg gezielt um Investoren im Bereich Elektromobilität, Brandenburg könne Investoren zudem noch mit EU-Geldern locken.