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car2go kooperiert mit myTaxi

Posted on 24 Januar 2012 by admin

Die myTaxi App - künftig für Taxis und car2go?

Die myTaxi App - künftig für Taxis und car2go?

Von Daimler kommen Meldungen, die hervorragend in meine neue Kategorie Verkehrssysteme passen: Das Daimler-Projekt car2go kooperiert mit myTaxi, einer App fürs Handy, die Taxisuche und -Bestellung erleichtern soll.

Als „strategische Partnerschaft für eine perfekt vernetzte urbane Mobilität” bezeichnet Daimler selbst die Unternehmensbeteiligung in einer Pressemitteilung. Im Tagesgeschäft der Medien, wo jeder Redakteur den neuen 911er testet (oder auch nur beschreibt) als sich mit Verkehrskonzepten zu beschäftigen, wird diese Meldung etwas untergehen, vermute ich. Dabei geht genau dieser Schritt in die richtige Richtung und ist die konsequente Fortsetzung des car2go-Konzeptes.

Car2go, um hier noch einmal dran zu erinnern, ist im Prinzip ein modernes, technisch aufgerüstetes und gut vernetztes Projekt im Bereich Auto teilen: Übers Smartphone findet man in beteiligten Großstädten (das sind noch sehr wenige) Standplätze von Smarts, die man gegen vergleichsweise geringe Gebühren nutzen und dann auch wieder stehen lassen kann: Über ein GPS-System werden die Autos gefunden und den nächsten Benutzern der Weg dorthin gewiesen.

Car2go, so haben Verkehrsexperten das beschrieben, ist die Notlösung eines pfiffigen Autoherstellers, der merkt, dass der nächsten Generation der Autobesitz nicht so viel bedeutet wie die Möglichkeit, irgendwo irgendein benutzen zu können. Das bedeutet auch, dass die künftigen Kundenpotenziale in den großen Städten wegschmelzen: Dort lässt sich leicht auf ein Auto verzichten, wenn ein gut ausgestattetes Nahverkehrssystem für den täglichen Weg zur Arbeit zur Verfügung steht.

Die blau-weißen car2go-Smarts (Foto: Daimler)

Die blau-weißen car2go-Smarts (Foto: Daimler)

Für den Rest der Wegstrecken tut es Carsharing oder eben ein Taxi.

Und da kommt auch die Kooperation mit myTaxi wieder ins Spiel. Daimler beschreibt das als „bahnbrechendes Geschäftsmodell zweier junger Unternehmen”. Einfacher ausgedrückt schließt man damit die Lücke zwischen Carsharing und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ziel der Partnerschaft sei auch die kundenfreundliche Integration von Taxi- und car2go-Angeboten in zukünftige, gemeinsame Smartphone Applikationen und das Mobilitätskonzept mit anderen Verkehrsangeboten zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Eine gute Ergänzung ist das Taxi auch dann, wenn man nicht alleine unterwegs ist und mit einem Smart des Car2go-Projektes an räumliche Grenzen stößt.

Mittlerweile gibt es der Pressemitteilung zufolge weltweit über 60.000 registrierte car2go Kunden. In Deutschland allerdings gibt es derzeit nur die beiden Standort Ulm und Hamburg, Düsseldorf soll 2012 starten, für Stuttgart ist 2012 die Einrichtung einer Car2go-Flotte mit Elektro-Smarts geplant.

Als „faszinierend einfach” beschreibt es Daimler in seiner Pressemitteilung, mit dem Smartphone ein Taxi zu rufen. Sucht man im Apples iTunes nach der App, stößt man indes noch auf einige Kritiker, die sich wenig begeistert zeigen. Moniert wird, dass Taxifahrer, die bei diesem Projekt direkt ohne den Weg über eine Taxizentrale angefordert werden, überhaupt nicht reagieren. Oder dass die App die Kontakte das iPhones auslesen möchte.

Natürlich kann man sich in der Stuttgarter Konzernzentrale auch den Hinweis nicht verkneifen, das man sich in Taxigeschäft ebenfalls schon lange zuhause fühlt: „Mehr als 60 Prozent aller deutschen Taxis kommen aus dem Hause Daimler.” Kunden sollen künftig mit einer App sowohl Taxen als auch car2go Fahrzeuge finden und mieten können. Auch die Entwicklung eines gemeinsamen Bezahlsystems ist geplant.

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Pilotprojekt in Ulm: „Mitfahren 2.0“ mit car2gether

Posted on 03 September 2010 by admin

car2gether der Daimler AG

car2gether der Daimler AG

Um es gleich vorneweg zu sagen: Wie bei den meisten wegweisenden, gut gemachten Piotprojekten brauchte man auch bei diesem erst einmal jemanden mit Geld und Technik im Rücken: Die Daimler AG startet in Ulm jetzt das Pilotprojekt „Mitfahren 2.0“ mit car2gether.

Versprochen werden flexible, komfortable und günstige Mitfahrgelegenheiten. Die Technik solls richten: Fahrer oder Mitfahrer kann man jetzt auch mobil via Smartphone oder PC finden. Unter anderem gibts dazu eine App für iPhone und iPad, was ja schon mal relativ leichte und benutzerfreundliche Handhabung in Aussicht stellt. Außerdem gibts einen „Live-Ticker“ auf der Webseite.

car2go hatte ich hier ja schon einmal vorgestellt: Eine smarte Lösung für die Idee Car-Sharing, ebenfalls in Ulm angesiedelt.

car2gether zielt in die gleiche Richtung und soll helfen, ohne eigenes Auto flexibel und unabhängig mobil zu sein:

car2gether ist eine webbasierte Mitfahr-Community, die eingehende Mitfahrangebote und –gesuche vermitteln kann. Dabei greift das System auf die zunehmende Nutzung und Akzeptanz sowie die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten des mobilen Internets zurück. Mitfahrgelegenheiten können über Smartphones von unterwegs oder vom heimischen Rechner aus vermittelt werden – und das nahezu in Echtzeit.

car2gether

car2gether

In seiner Pressemitteilung lobt sich Daimler als “das erste Automobilunternehmen, das diese Form der Mobilität in einem Pilotversuch testet und damit eine intelligente und zeitgemäße Nutzung einer Mitfahrvermittlung speziell in Ballungsgebieten erprobt.” Und da lobt sich Daimler zu recht: Andere Automobilunternehmen haben wohl noch nicht den Wert solcher Projekte erkannt.

Los gehen solls offiziell am 18. September mit der öffentlichen Pilotphase, in der die Daimler AG gemeinsam mit ihrem Partner Scientific Computers GmbH das Konzept car2gether unter realen Alltagsbedingungen erproben wird. Jeder interessierte Ulmer Bürger kann die Mitfahrvermittlung ausprobieren. Zu Beginn des Wintersemesters wird car2gether zusätzlich Studenten der Hochschulen Ulm und Neu-Ulm sowie der Universität Ulm vorgestellt. Die Pilotphase dient dazu, gezielt einzelne Funktionen des Systems sowie die Akzeptanz und das Nutzungsverhalten der Teilnehmer zu testen. In enger Zusammenarbeit mit den Nutzern werden Erfahrungswerte für das System gesammelt. Die Erkenntnisse daraus fließen in die Weiterentwicklung und Optimierung von car2gether ein. Im 4. Quartal 2010 wird Daimler das Pilotprojekt von car2gether auf eine weitere Stadt in Deutschland ausweiten.

car2gether der Daimler AG

car2gether der Daimler AG

Die Details:
Um mitzumachen muss man sich kostenfrei registrieren. Danach kann der Benutzer per Rechner oder Smartphone seine gewünschte Startzeit sowie sein Fahrtziel eingeben. car2gether bringt die Fahrtangebote und Mitfahrwünsche zusammen und übermittelt die passenden Fahrer oder Mitfahrer an den Benutzer. Dieser kann mit dem Mobiltelefon oder am PC die Fahrt oder Mitfahrt bestätigen. Sobald die Fahrt einvernehmlich vereinbart wurde, werden die Fahrtdetails beiden Teilnehmern angezeigt. Zusätzlich können sich die Benutzer per SMS oder e-Mail benachrichtigen lassen.

Mitfahrangebote und –gesuche erscheinen auch in Form eines „Live-Tickers“ auf dem Webportal von car2gether. In diesem Ticker, der sich an dem Microblogging-Dienst Twitter orientiert, sind alle Angebote und Gesuche in Kurzform aufgeführt und werden alle 15 Sekunden automatisch aktualisiert.

Die Kosten:
Der Fahrtkostenanteil wird nach kalkulierter Fahrtzeit errechnet – und das im Minutentakt. Der empfohlene Preis, den die Mitfahrer an den Fahrer entrichten sollten, beträgt 9,5 Cent pro Minute. Während der Pilotphase wird die Bezahlung von Mitfahrer an Fahrer noch per Bargeld erfolgen – für die Zukunft ist ein automatisierter, bargeldloser Bezahlungsvorgang geplant.

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car2go in Ulm: smarte Lösung

Posted on 22 Oktober 2009 by admin

car2go: Smart in Ulm

car2go: Smart in Ulm

Was ist noch umweltfreundlicher, als ein “grünes” Auto zu haben? Richtig: gar kein Auto zu haben. Die Möglichkeiten dafür sind hierzulande derzeit aber noch sehr beschränkt. Es gibt “Carsharing” von etlichen Autogemeinschaften, vor allem in größeren Städten. Meistens muss man da ziemlich rechnen, bevor man weiß, ob man das machen soll. Und man muss planen: Bedarf anmelden, Auto abholen und für die festgesetzte Zeit nutzen, zurückbringen.

car2go, ein Pilotprojekt des Daimler-Konzerns zur “urbanen Mobilität” in Ulm ist da schon verlockender: Überall in der Stadt stehen Smarts herum. Naja, nicht überall: 200 Fahrzeuge reichen dafür nicht, aber sie sind nicht an bestimmte Abstellplätze gebunden, auch wenn es die gibt. Wer seinen Smart nicht mehr braucht, lässt ihn stehen.

Freie Smarts findet man auf den gekennzeichneten Parkplätzen (wie kommen sie da wieder hin?), wer so einen findet erkennt an einem Signal, ob das Auto frei ist. Tanken muss man normalerweise nicht selbst (wer macht das dann?), und wenn doch, zahlt man mit der Tankkarte im Handschuhfach. Öffnen kann man die Fahrzeuge mit einem Chip auf dem Führerschein. Abgerechnet wird automatisch nach ganz einfachen Regeln: 19 Cent die Minute, alles inklusive. Die Stunde 9,90 Euro, am Tag maximal 49 Euro. Keine jährliche Mitgliedsgebühr, keine vorherige Reservierung.

Das ist in meinen Augen das Zukunftsmodell: Autos nur nutzen, nicht kaufen. Kommt wohl auch in Ulm außergewöhnlich gut an, hat aber seine Wurzeln eigentlich in den USA und heißt dort Zipcar. Die Teilnehmer sind – den Nutzungszahlen zufolge – begeistert, die Medien auch. Daimler sowieso.

Wenn man sich die Zipcar-Website ansieht, dann sieht man, dass das in den USA schon etwas weiter verbreitet ist – in großen Städten und (!) an Universitäten (was ja auch was über die Klientel aussagt). Und das ist für mich eigentlich der einzige Wermutstropfen: Das System wird sich durchsetzen, auch bei uns, aber eben nicht auf dem flachen Land (wo auch ich wohne).

Dass das in tiefster Provinz nicht funktionieren kann ist mir auch klar. Was aber ist mit den mittelprächtigen Städten und Dörfern? Meine Heimatstadt hat rund 10.000 Einwohner und ein größeres ländliches Einzugsgebiet. Im Vergleich zu den größeren Städten, wo das Nahverkehrsangebot meistens sowieso schon so gut ist, dass man kein eigenes Auto braucht, fühlt man sich da manchmal etwas abgehängt von der Entwicklung (wenn man kein eigenes Fahrzeug hat).

Die Autoverleiher haben da nix entgegen zu setzen, andere haben wohl nicht Finanzkraft, um Vergleichbares ins Leben zu rufen. Bleiben eigentlich nur die Autohersteller. Vergleichbar ist das Modell in meinen Augen derzeit nur mit den Mieträdern der DB, die je ebenfalls eine rege Nachfrage erfahren.

Fehlt also noch der Dienstleister, der in die Bresche springt: So wie im Energiebereich, wo es schon jetzt Anbieter gibt, die für Kommunen die Energiedienstleistung erbringen, Gebäude mit Strom und Wärme versorgen ohne dass die Gemeinden in die Technik investieren.

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