Posted on 05 August 2011 by admin
Kaum wurde es beschlossen, schon ist es umstritten: Die Effizienzkennzeichnung bei Neuwagen wurde jetzt beschlossen. Demzufolge müssen künftig nicht nur (wie schon jetzt) Verbrauchswerte und CO2-Ausstoß der Autos angegeben werden. Eine neue farbige CO2-Effizienzskala soll darüber informieren, wie effizient das Fahrzeug verglichen mit anderen Modellen der jeweiligen Klasse ist. Immer wieder angeführt wird der Vergleich mit einer ähnlichen Kennzeichnung bei Kühlschränken.
Aber: Verbände wie der ADAC und der VCD kritisieren das Öko-Label, denn der neuen Verordnung zufolge werden grüne Schilder für sparsame Autos nicht etwa an die Autos mit dem geringsten Verbrauch vergeben. Berücksichtigt wird vielmehr das Gewicht. Und damit kommt ein schweres Geländefahrzeug eventuell ein grünes Signet – auch wenn es das Mehrfache eines umweltfreundlichen Kleinwagens verbraucht, der sich hingegen wiederum mit einer geringeren Einstufung zufrieden geben muss.
Von einer „Perversion der ursprünglichen Absicht” sprach ein Greenpeace-Experte. Und auch der VCD kritisiert CO2-Label und Minister Rösler: Der mache sich zum Sprachrohr der deutschen Autoindustrie, „die dank des Labels ihre spritfressenden Geländewagen mit einem grünen Mäntelchen deklarieren können.”
Meine Meinung: Im Prinzip sprechen mir die Kritiker aus der Seele. Der ADAC aber lehnt sich nach meiner Einschätzung etwas weit aus dem Fenster. Beim ADAC EcoTest zum Beispiel ist mir schon lange aufgefallen, dass auch die großen, schweren Fahrzeuge gute Umwelt-Noten bekommen, weil sie ebenfalls an den Mitbewerbern der gleichen KLasse gemessen werden.
Auszug aus der EcoTest-Beschreibung: „Die Bewertung der CO2-Emissionen erfolgt nach einem relatives Skalensystem, abhängig von der jeweiligen Fahrzeugklasse. Denn Ziel des ADAC EcoTest ist, dem Verbraucher hilfreiche Informationen beim Vergleich von Fahrzeugen gleicher Größe und Fahrzeugklasse zu geben – und nicht die simple Information, dass große Fahrzeuge mehr CO2 ausstoßen als kleine.”
Wo genau der Unterschied dieser Bewertung zu den Kriterien des neuen Öko-Labels liegen soll, erschließt sich mir nicht ganz – auch wenn der ADAC gerade den eigenen EcoTest in der gleichen Pressemitteilung lobend herausstellt.
Posted on 28 Juli 2011 by admin

ADAC TV: Webvideo für die Tests
Die ADAC-Tests gibts jetzt auch als Video auf der Website. Die Beiträge sind relativ kurz gehalten und prägnant, eine willkommene Abwechslung für all diejenigen, die sich schnell und ohne lange Lektüre einen Eindruck verschaffen wollen. Zum Beispiel vom aktuellen Test der Pedelec-E-Bikes, vom Test verschiedener Automodelle oder dem gerade so aktuellen Raststätten-Test.
Posted on 06 Juli 2011 by admin
Der ADAC kritisiert die Gesetzesvorlage zur Energieverbrauchskennzeichnung für Pkw: Die gewichtsabhängige Bewertung der CO2-Emissionen sei nicht zielführend, heißt es dort, und konkreter: Schwere Autos würden bevorzugt und dies sorge für Verunsicherung bei den Autofahrern.
Bei wem denn auch nicht? Verbrauchsarme Kleinwagen werden nach dem jetzigen Stand der Planung vielfach als „rot“, große Pkw mit hohem Verbrauch als „grün“ gekennzeichnet. Der eigentliche Sinn des Labels, über die Energieeffizienz eines Fahrzeugs zu informieren, wird damit ausgehebelt.
Statt dessen fordert der Automobilclub eine Energieverbrauchskennzeichnung für Autos nach dem „Kühlschrank-Modell“ aus. Dieses habe sich beispielsweise bei Elektrohaushaltsgeräten bewährt. Allerdings müssten die tatsächlichen CO2-Emissionen laut ADAC im Bewertungsschema besser berücksichtigt werden, was in der Gesetzesvorlage wohl derzeit nicht der Fall ist.
Eine unabhängige Vergleichsbasis der Umweltfreundlichkeit von Pkw sieht der ADAC in seinem hauseigenen ADAC EcoTest. Bewertet werde dort nicht nur CO2-Ausstoß, sondern auch die Schadstoffemissionen wie zum Beispiel Partikel und Stickoxide. Dabei berufe sich der ADAC nicht auf die Angaben der Hersteller, sondern auf eigene, nach strengeren Standards erhobene Messwerte.
Posted on 17 März 2011 by admin
Das Thema E10 lässt den Autofahrern und auch dem ADAC keine Ruhe. Jetzt kündigte der Automobilclub in einer Pressemitteilung an, diejenigen Tankstellenbetriebe anzuzeigen, kein E5 – also das bisherige, konventionelle Super-Benzin, anbieten.
„Der ADAC wird gegen Tankstellenbetreiber Anzeige erstatten, die bei der Einführung von E10 kein Super E5 als Bestandsschutzsorte zur Verfügung stellen, heißt es in der Pressemitteilung. „Diese Tricksereien zum Nachteil der Autofahrer müssen ein Ende haben“, begründet ADAC Präsident Peter Meyer das Vorgehen des Automobilclubs. Laut Bundes-Immissionsschutzverordnung sei eindeutig geregelt, dass An- bieter von E10 gleichzeitig auch Super mit E5-Qualität anbieten müssen.
Diese Regelung wird mehr und mehr ausgehebelt, indem von Tankstellen nur das teurere Super Plus, teilweise sogar nur noch Premiumsorten wie V- Power als Super E5-Ersatz angeboten werden. „Ohne jede Schuld müssen die Autofahrer, die kein E10 tanken dürfen, bis zu zwanzig Cent pro Liter mehr bezahlen. Das ist schlicht und ergreifend Abzocke“, urteilt Meyer. „Gerade in der aktuellen Einführungsphase, in der viele Autofahrer noch nicht sicher sind, welchen Sprit ihr Fahrzeug verträgt, muss der Verbraucher unbedingt die Wahl zwischen E10 und Super E5 haben – und zwar zu fairen Preisen.“
Posted on 24 Januar 2011 by admin
Der ADAC hat eine App fürs iPhone vorgestellt, die nicht nur für Autofahrer interessant ist: Die App heißt Mitfahrclub und der Name ist Programm. In Zusammenarbeit mit dem Portal mitfahrgelegenheit.de werden – wie auf der entsprechenden Website – Mitfahrgelegenheiten angeboten und vermittelt.
Sehr schön finde ich, dass natürlich auch die Mitfahrgelegenheiten für gemeinsam genutzte Bahnkarten mit im Programm sind. Die App ist gratis und für jedermann nutzbar, hängt also nicht an einer ADAC-Mitgliedschaft. Natürlich braucht man einen Internet-Zugang und es sind nicht wirklich alle Städte gelistet, sondern „nur” rund 500.
In den Bewertungen der App wird deswegen teilwesie auch Kritik geübt, die ich aber nur teilweise nachvollziehen kann. Es gibt noch eine Umkreissuche für Start und Ziel von 50 km.
Und wer – wie ich – in der Provinz lebt muss eben auch damit zurecht kommen, dass es Mitfahrgelegenheiten vor allem ab den größeren Städten gibt. Mit seinem Fahrer kann man dann ja eventuell noch immer was anderes ausmachen.
Aus dem Presstext:
In Kooperation mit mitfahrgelegenheit.de bietet der ADAC-Mitfahrclub täglich zwischen 300 000 und 350 000 Fahrten an. Die Preisempfehlung des ADAC für gebuchte Strecken liegt zwischen fünf und sechs Euro Beteiligung je 100 Kilometer, die Strecke zwischen München und Berlin ist bereits für 20 bis 30 Euro im Angebot und auch gut verfügbar. Das ist gerade in Zeiten ständig steigender Spritpreise eine kostengünstige Alternative. Außerdem profitiert die Umwelt: Durch den ADAC-Mitfahrclub konnten seit seiner Einführung vor rund einem Jahr bereits mehrere Tausend Tonnen CO2 eingespart werden.
Posted on 02 November 2010 by admin

Toyota Auris überzeugt beim ADAC EcoTest
Das Hybridauto Toyota Auris bekommt die beste Umweltvisistenkarte im ADAC EcoTest: mit 94 Punkten erzielte er das bisher beste Ergebnis im Umweltranking, so der ADAC jetzt in einer Pressemitteilung. Der Hybride sei damit „das umweltfreundlichste Auto, das der ADAC je getestet” habe. Er verdrängt damit auch den bisherigen Spitzenreiter Toyota Prius (92 Punkte) – ebenfalls ein Fahrzeug mit Hybridantrieb – auf den zweiten Platz.
Auch die punktgleichen Fahrzeuge, der BMW 320d Efficient Dynamics Edition und der VW Passat TSI EcoFuel, ein Auto mit Erdgasantrieb, verlieren damit ihre Spitzenposition. Im Bereich der Schadstoffe erreicht der Auris 50 Punkte. Der neue Spitzenreiter ist damit als sehr sauber einzustufen. In der CO2-Bewertung bekommt er 44 Punkte. Der neue Sparkönig braucht im Schnitt 4,38 Liter auf 100 km. Beim Toyota Prius sind es 4,59 Liter. Da der Auris im Wesentlichen die Technik des Prius übernommen hat, resultiert die Spritersparnis vor allem aus dem geringeren Gewicht, das mit einem kleineren Kofferraum erkauft wird.
Die aktuelle Tabelle mit den Messergebnissen aller untersuchten Fahrzeuge kann unter www.adac.de/ecotest abgerufen werden.