PleaseCycle: „An Inspiring Cycling Business”

15. März 2012

Pleasecycle

Zugegeben, ich verstehe das Geschäftsmodell noch nicht 100prozentig. Aber was ich verstehe erscheint mir schonmal sehr reizvoll: PleaseCycle bezeichnet sich selbst als „An Inspiring Cycling Business”. Angeboten werden auf der Website gleich drei Produkte – für Arbeiter und Arbeitgeber. Immer geht es darum, den Umstieg aufs Fahrrad zu fördern und den Einsatz des Fahrrads zu erleichtern bzw. auch belohnen.

Cycle-Hub ist ein Onlineportal, auf dem man sich austauschen kann und seine gefahrenen Kilometer festhalten kann. BikeMiles ist ähnlich wie beim Modell Flugmeilen ein Bonussystem. Erarbeitet werden damit Preisnachlässe bei bestimmten Firmen und Gutscheine. Und Bike Concierge schließlich bietet „cycling services, providing clients with industry-leading solutions to any bicycle-based need.” Als Beispiele aufgeführt werden hier Schulungen oder Fahrradflotten mit Werbefahrrädern fürs eigene Unternehmen.

Alles in allem scheint mir das ein rundes Paket, um in Unternehmen das Radfahren zu fördern und zu belohnen. So weit also eine gute Sache. Auch der Unternehmenszweck ist löblich. Wo aber die Initiatoren den Hebel ansetzen, um für ihre Bemühungen entlohnt zu werden, das erschließt sich mir noch nicht.

In den aufgeführten Presseartikeln wird das Unternehmen als London cleantech startup bezeichnet, in anderen dagegen als NGO, was eher auf eine Nonprofit-Organisation hinweist.

Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen:

„We’re a group of passionate entrepreneurs and keen cyclists who simply love cycling and want to help businesses tap into the tremendous value it offers to their brand, employees, and all other stakeholders.
Our mission is to build a global currency around cycling and inspire a billion journeys annually by by 2020.”

Da die Dienste zum größten Teil online angeboten werden, die Kosten für diese Initiatoren also vergleichsweise gering sind, kann man sich das vielleicht eher als einen Dienst wie Facebook vorstellen. Der irgendwann mal seine Gründer ernährt, wenn die Geschichte nur groß genug geworden ist.

Cycle Chic® – Lust am Radfahren in der Stadt

13. März 2012
Cycle Chic® - Lust am Radfahren in der Stadt

Cycle Chic® - Lust am Radfahren in der Stadt

Cycle Chic® klingt ja zunächst mal nach Mode. Und auch der Untertitel „Style over speed” rückt das Ganze in den modischen Bereich. Wer jetzt noch als erstes die Erfolgsmeldung liest, die Website gehöre zu den ”Ten best fashion bloggers”, der wendet sich vielleicht wieder ab: Mode und Radfahren ist für viele ja nicht das dringendste Thema.

Wäre schade, den Cyclechic ist sehr viel mehr als Fahrradmode (obwohl die hier auch eine wichtige Rolle spielt). Die Website zeigt vor allem Fotos von radfahrenden Kopenhagenern. Das klingt jetzt vielleicht noch nicht so prickelnd, ebenso wie der Mode-Aspekt. Aber es gibt mittlerweile viele europäische Ableger, sozusagen Partner-Blogs in Lissabon, Helsinki und Bordeau, aber auch in New York und Vancouver.

Was vermittelt wird ist meiner Einschätzung nach vor allem die Freude am Radeln in der Stadt. Radfahren als Lebensstil, als Weltanschauung, als lustvolle Art, die Welt zu verbessern. Und in der Tat macht die Ansammlung kleiner Berichte und vieler Bilder auch wirklich Lust darauf, dazu zu gehören.

Es geht nicht um teure Technik, nicht um neueste Mode. Auch wenn sich bei den Fotos wirklich viele Modethemen wie ein roter Faden durchs Blog ziehen. „Happy cycling”, der Gruß unter einigen Beiträgen, bringt wohl am deutlichsten die Botschaft der Cycle Chic Blogs zum Ausdruck.

Cycle Chic und seine Ableger, das sind sicher keine Blogs mit riesigem praktischen Nährwert, neuesten Nachrichten oder Trends, nichts, was man wirklich jeden Tag verfolgen muss. Aber es macht Laune mitzulesen, meist geht es dabei eh nur um Bilder und Bildunterschriften.

Hier erfährt man, wie und warum das alles im Jahr 2007 begann, und wie man sich selbst sieht: „On Cycle Chic readers can view daily the rewards of established bicycle culture.” Und natürlich begann es in Kopenhagen, schließlich sieht man sich dort als World’s Cycling Capital.

Hybridautos kaufen – eine Übersicht bei emissionslos.com

8. März 2012
Hybridautos wie der Toyota Prius sind ein wachsender Markt (Foto: Toyota)

Hybridautos wie der Toyota Prius sind ein wachsender Markt (Foto: Toyota)

Hybridautos kaufen: Diese Modelle gibt es in Deutschland, so heißt ein aktueller Artikel auf der Website emissionslos.com. Mit Stand vom 3. März 2012 werden die derzeit in Deutschland verfügbaren Hybridautos aufgeführt, die man als Neuwagen kaufen kann.

Die Liste reicht vom Toyota Prius bis zum Porsche Cayenne. Schade, dass man die Tabelle nicht nach den verschiedenen Themen sortieren kann (obwohl das Symbol darauf hindeutet): Also zum Beispiel nach Preis (knapp 19.000 bis 124.000 Euro) oder nach Spritverbrauch (3,8 bis 9,9 Liter). Aber die Tabelle ist ja recht übersichtlich auf auf jeden Fall sehr hilfreich. Sympathisch ist mir auch, dass all die vollmundig angekündigten Projekte noch nicht drauf sind, sondern eben nur das, was der Markt aktuell hergibt.

«Kein Auto zu haben, ist eine sehr hohe Lebensqualität» sagen die Schweizer

6. März 2012
Website „autofrei wohnen”

Website „autofrei wohnen”

Naja, den Schweizern mag man das glauben: «Kein Auto zu haben, ist eine sehr hohe Lebensqualität» berichtet der tagesanzeiger.ch. Ein Land, in dem fast alle Eiwnohner eine Bahncard haben, in dem man mit der Bahn in wenigen Stunden einmal quer durchs Landfahren kann und mit dem Postbus auch in die entlegensten Orte kommt.

Dennoch sorgt das Projekt eines autofreien Wohnquartiers auch dort – wie in vielen deutschen Städten – für heftige Diskussionen. Dem Bericht zufolge streitet man in Zürich noch über ein Verbot für Autos in einem Wohnviertel, in Bern gibts das schon.

Da bei mir vor der Haustüre schon vor langer Zeit ein Freiburger Stadtviertel, das Vauban, mit einem damals revolutionären Mobilitätskonzept geplant und realisiert wurde, das Vauban, wundert mich diese Debatte doch etwas.

Die Diskussionen gleichen sich in vielen Städten: Dar man den Zwang zum Nachweis von Stellplätzen in Städten aufheben? Bekommen dann nur die eine Wohnung, die aufs Auto ganz verzichten? Oder wird vielleicht nur der Autoverkehr „ausgelagert” aus einem privilegierten Wohnviertel zu den angrenzenden Stadtvierteln, an deren Rand dann die Parkhäuser für die restlichen Autofahrer im autofreien Wohnbezirk stehen?

Die Schweizer schauen nach Bern, wo in einem Quartier Bümpliz Bewohner seit rund einem Jahr aufs Auto verzichten. Der Anreiz für die Stadtplaner liegt wie so oft auch darin, dass die raren Flächen eines Wohnviertels viel effektiver durch Wohnraum, Büros und Geschäfte genutzt werden können als durch Parkplätze. In größeren Städten ist der ÖPNV meistens sowieso ganz gut entwickelt. Durch Carsharing kann man Ergänzungen schaffen, innerstädtisch schafft auch das Fahrrad Erleichterung im Verkehrsdilemma.

In Zürich sind bereits zwei autofreie Überbauungen geplant. Parkplätze wurden stark reduziert, aber natürlich nicht völlig abgeschafft.

Wer sich einen aktuellen Überblick über Wohnviertel ohne Autos verschaffen möchte, der findet hierfür auch eine eigene Website: autofrei-wohnen.de. Ein Schwerpiunkt ist Berlin, aber es werden auch andere Städte in Deutschland und in anderen Ländern aufgeführt. Es werden übrigens auch autofreie Urlaubsorte aufgelistet.

Aufgestockt: 500 car2go in Hamburg

2. März 2012
Car2go in Hamburg: aufgestockt, weil sehr erfolgreich. Bild: Daimler

Car2go in Hamburg: aufgestockt, weil sehr erfolgreich. Bild: Daimler

Car2go in Hamburg scheint ein echtes Erfolgsprojekt zu sein. Jetzt vermeldete Daimler in einer Pressemitteilung, dass der Fahrzeugbestand um weitere 200 Fahrzeuge auf insgesamt 500 aufgestockt wurde.

Verknüpft wird das mit der Erfolgsmeldung der Jahresbilanz: Insgesamt über 12.000 registrierte Kunden und wöchentlich 10.000 Mieten habe man verzeichnet. Und quasi als „Geburtstagsgeschenk” habe man das Geschäftsgebiet mit 200 zusätzlichen Fahrzeugen aufgestockt und die Anmeldegebühr gesenkt.

Hamburg sei, so heißt es in der Pressemitteilung, „der bislang erfolgreichste Standort von car2go”. An Elbe und Alster wird car2go besonders regelmäßig und besonders häufig genutzt, erstmals überhaupt an einem car2go Standort wurde hier die Schallmauer von 10.000 Mieten pro Woche durchbrochen. Das bedeutet: In Hamburg beginnt nahezu minütlich eine car2go Miete.

Die Registrierung von 12.000 car2go Kunden in rund 330 Tagen bedeutet, dass
täglich fast 40 Neukunden gewonnen wurden. Die Zahl der Mieten konnte kontinuierlich gesteigert werden und hat sich im Vergleich zur Anfangsphase verzehnfacht.

Die einmalige Registrierungsgebühr zur Nutzung von car2go wird von derzeit 29 Euro auf nur noch 19 Euro reduziert. car2go komme damit den am häufigsten geäußerten Kundenwünschen nach, heißt es. Die Größe des Geschäftsgebietes beträgt nach der Erweiterung rund 100 Quadratkilometer.
Mit den zusätzlichen Fahrzeugen, so die Prognose, werde sich die Anzahl wöchentlicher Mieten deutlich in den fünfstelligen Bereich schieben.

Bisher haben die Hamburger die Fahrzeuge über 250.000 Mal angemietet. Die 12.000 registrierten Kunden, von denen rund 1.000 als Vielfahrer car2go nahezu täglich nutzen, kommen aus allen Altersgruppen. Der größte Anteil ist jedoch in der Altersklasse zwischen 26 und 35 Jahren zu finden. Eine Auswertung des Kundenverhaltens ergab, dass car2go andere Verkehrsmittel nicht ersetzt, sondern von den Kunden im Sinne eines intelligenten Mobilitäts-Mix je nach Anlass ergänzend genutzt wird.

Die in Hamburg erstmals erfolgte enge Kooperation zwischen der Daimler-Tochter car2go GmbH und der Europcar Autovermietung GmbH wird beispielhaft bezeichnet. Inzwischen wurde diese Zusammenarbeit auf die gesamteuropäische Ebene ausgeweitet – dadurch werden alle künftigen car2go Standorte in Europa den Vorteil dieser sich ergänzenden Geschäftsmodelle nutzen. Dem Kunden steht ergänzend zu car2go auch der umfangreiche Fuhrpark von Europcar zu besonders günstigen Mietkonditionen zur Verfügung, sollte der Zweisitzer einmal doch nicht ausreichend sein, z.B. bei der Urlaubsfahrt oder bei einem Umzug.

Auch in anderen Regionen der Welt ist car2go erfolgreich. Car2go sei das am schnellsten wachsende Unternehmen auf dem deutschen Carsharing-Markt. car2go ist in neun Städten Europas und Nordamerikas zu finden, in Amsterdam und dem kalifornischen San Diego sogar mit rein elektrisch angetriebenen Flotten. Insgesamt befinden sich ab März fast 3.000 Fahrzeuge auf den Straßen und car2go konnte weltweit mittlerweile über 65.000 Kunden gewinnen. Insgesamt wurden bislang rund 1,3 Millionen vollautomatische Mietvorgänge absolviert. 2012 sollen weitere Städte dazukommen: Als erste Stadt an der amerikanischen Ostküste werde car2go in der US-Hauptstadt Washington D.C. an den Start gehen. Im zweiten Halbjahr werde car2go in Stuttgart starten – als erste deutsche Stadt mit einer rein elektrisch angetriebenen car2go Flotte.

Neuer Peugeot 208 als Benziner und Diesel: weniger als 100 g/km CO2

22. Februar 2012
Sparsamer: Der neue Peugeot 208. Bild: Peugeot

Sparsamer: Der neue Peugeot 208. Bild: Peugeot

Dieser Tage schaut die Auto-Fachwelt nach Genf, wo beim Autosalon wieder die neuesten Modelle vorgestellt werden. Und wie immer werden grüne Autos Beachtung finden, aber kleine und sparsame Autos werden auch 2012 kaum im Mittelpunkt stehen. Da ist es doch sympathisch, dass Peugeot darauf aufmerksam macht, dass bei ihnen der kleine Peugeot 208 die Hauptrolle spielen soll.

Zehn 208-Modelle werden gezeigt, der Schwerpunkt liegt auf der Re-Generation, die es in der Pressemitteilung heißt: Der Generationswechsel soll gekennzeichnet sein auch durch umweltbewusste Re-Generation: zehn leistungsstarke und saubere Motoren, z. B. ein erweitertes e-HDi-Angebot und Einführung einer neuen Generation von 3-Zylinder-Benzinmotoren werden in den Blickpunkt gerückt.

Termin für die Markteinführung des 208 ist das Frühjahr 2012. Das Absatzziel für das Jahr 2013 liegt bei über 550.000 Fahrzeugen weltweit.

Glanzlichter hinsichtlich des Verbrauchs setzen als Diesel der 1.4 l e-HDi FAP (50 kW/68 PS), der mit automatisiertem Fünfgang-Schaltgetriebe, STOP & START einen CO2-Ausstoss von nur 87 g/km aufweist. Und als Benziner der 1.0 l VTi (50 kW/68 PS) der es auf 99 gCO2/km bringt.

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