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Routenplaner: Umweltzonen in Deutschland?

Veröffentlicht am 23. März 2012

Routenplaner-Test Umweltzonen

Das Landkartenblog erschüttert unseren Glauben an die Technik: Unter dem Titel Routenplaner TEST 3: Umweltzonen in Deutschland? wird dort berichtet, dass kein Routenplaner derzeit diese Umweltzonen berücksichtige. Lediglich der Stadtplandienst kenne diese Zonen überhaupt. Veröffentlicht wird in diesem dritten Beitrag der Routenplaner-Testreiehe übrigens auch eine Landkarte mit den Umweltzonen in Deutschland, Stand Januar 2012.

Im zweiten Teil dieser Testreihe ging es übrigens um die Frage, ob die Routenplaner aktuell sind und im ersten Teil (von 2009) ging es um einen Überblick der Online-Routenplaner, der damals allerdings ein sehr schlechtes Ergebnis erbrachte: „Die meisten Routenplaner sollten ernsthaft überlegen den Dienst einzustellen! Sie sind fehlerhaft, routen schlecht, lesen sich schlecht und sind einfach nur unübersichtlich.” Ob das nach drei Jahren allerdings noch so gilt, lässt sich nicht in Erfahrung bringen.

Routenplaner werden nach meiner Erfahrung vor allem von denjenigen benutzt, die aus irgendwelchen Gründen keine Navis verwenden wollen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die meisten Navis die Umweltzonen ebenfalls noch nicht berücksichtigen (ist aber wahrscheinlich kein Thema für das Landkartenblog).

Für umweltbewusstes Fortkommen wäre eine grüne Plakette sicher die beste Voraussetzung. Wer aus welchem Grund auch immer noch ein älteres Auto fährt und technisch noch nicht die umweltfreundlichste Lösung besitzt, dem wäre sicher geholfen, wenn er Umweltzonen bei seiner Fahrtenplanung berücksichtigen kann.

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EnBW stellt Wasserstofftankstelle vor

Veröffentlicht am 19. März 2012

EnBW Wasserstoff-Tankstelle

Ende 2011 hat die Energie Baden-Württemberg an ihrem Hauptsitz in Karlsruhe eine Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen. Jetzt hat der südwestdeutsche Energieversorger ein Video zu der Pilotanlage veröffentlicht, das wir an dieser Stelle zusammen mit der Pressemitteilung veröffentlichen.

Wasserstoff kann Brennstoffzellenautos lokal emissionsfrei antreiben und mithilfe erneuerbarer Energien sogar CO2 neutral hergestellt werden. Die Wasserstoff-Tankstelle auf dem EnBW-Betriebsgelände am Hauptsitz in Karlsruhe ist ein Prototyp.

Die Tankstelle verfügt über einen Container mit insgesamt 56 Kilogramm Wasserstoff. Damit könnten über 15 Fahrzeuge pro Tag vollgetankt werden. Angeliefert wird der Wasserstoff von Lkws. Die maximale Betankungsmenge je Fahrzeug beträgt 3,6 Kilogramm. Eine Tankfüllung reicht durchschnittlich für 300-350 Kilometer. Ein Kilogramm Wasserstoff hätte einen Materialwert von etwa neun Euro. Im Rahmen des Forschungsprojekts stellt die EnBW den Wasserstoff wegen der geringen Menge kostenlos zur Verfügung.

“Schnelltank-Methode” kommt zum Einsatz

Dahinter steht der im März 2010 veröffentlichte Standard SAE 2601 A70. Nach diesem neuen technischen Standard wird der Wasserstoff vor dem Tankvorgang auf bis zu minus 40 Grad Celsius abgekühlt und dann bei 700 bar vertankt. Dies gibt die Sicherheit innerhalb von drei Minuten Betankungszeit pro Fahrzeug 1-7 kg Wasserstoff (dies entspricht einer Reichweite von 100-650km) betankt werden. Mit dieser sogenannten “Cold-Fill”-Methode kann erstmals sichergestellt werden, dass nicht nur die Tankzeit minimal gehalten, sondern dass der Tank, egal in welchem Fahrzeug, auch voll ausgenutzt werden kann.

Nutzung für jedermann möglich

Die EnBW Tankstelle ist nach Voranmeldung unter “h2mobility@enbw.com” auch für Brennstoffzellenfahrzeuge anderer H2Mobility-Partner außerhalb des EnBW-Fuhrparks zugänglich.

Zukunft: Wasserstoff-Tankstellen als Windspeicher

Im nächsten Jahr nimmt die EnBW ein weiteres Forschungsthema unter die Lupe. In Stuttgart soll an einer zweiten Wasserstoff-Tankstelle untersucht werden, ob es wirtschaftlich ist, Wasserstoff als Speicher für Windenergie zu nutzen.

Weitere Informationen zu elektromobilen Themen der EnBW gibt es hier: www.enbw.com/e-mobilitaet

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Cycle Chic® – Lust am Radfahren in der Stadt

Veröffentlicht am 13. März 2012

Cycle Chic® - Lust am Radfahren in der Stadt

Cycle Chic® - Lust am Radfahren in der Stadt

Cycle Chic® klingt ja zunächst mal nach Mode. Und auch der Untertitel „Style over speed” rückt das Ganze in den modischen Bereich. Wer jetzt noch als erstes die Erfolgsmeldung liest, die Website gehöre zu den ”Ten best fashion bloggers”, der wendet sich vielleicht wieder ab: Mode und Radfahren ist für viele ja nicht das dringendste Thema.

Wäre schade, den Cyclechic ist sehr viel mehr als Fahrradmode (obwohl die hier auch eine wichtige Rolle spielt). Die Website zeigt vor allem Fotos von radfahrenden Kopenhagenern. Das klingt jetzt vielleicht noch nicht so prickelnd, ebenso wie der Mode-Aspekt. Aber es gibt mittlerweile viele europäische Ableger, sozusagen Partner-Blogs in Lissabon, Helsinki und Bordeau, aber auch in New York und Vancouver.

Was vermittelt wird ist meiner Einschätzung nach vor allem die Freude am Radeln in der Stadt. Radfahren als Lebensstil, als Weltanschauung, als lustvolle Art, die Welt zu verbessern. Und in der Tat macht die Ansammlung kleiner Berichte und vieler Bilder auch wirklich Lust darauf, dazu zu gehören.

Es geht nicht um teure Technik, nicht um neueste Mode. Auch wenn sich bei den Fotos wirklich viele Modethemen wie ein roter Faden durchs Blog ziehen. „Happy cycling”, der Gruß unter einigen Beiträgen, bringt wohl am deutlichsten die Botschaft der Cycle Chic Blogs zum Ausdruck.

Cycle Chic und seine Ableger, das sind sicher keine Blogs mit riesigem praktischen Nährwert, neuesten Nachrichten oder Trends, nichts, was man wirklich jeden Tag verfolgen muss. Aber es macht Laune mitzulesen, meist geht es dabei eh nur um Bilder und Bildunterschriften.

Hier erfährt man, wie und warum das alles im Jahr 2007 begann, und wie man sich selbst sieht: „On Cycle Chic readers can view daily the rewards of established bicycle culture.” Und natürlich begann es in Kopenhagen, schließlich sieht man sich dort als World’s Cycling Capital.

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Hybridautos kaufen – eine Übersicht bei emissionslos.com

Veröffentlicht am 8. März 2012

Hybridautos wie der Toyota Prius sind ein wachsender Markt (Foto: Toyota)

Hybridautos wie der Toyota Prius sind ein wachsender Markt (Foto: Toyota)

Hybridautos kaufen: Diese Modelle gibt es in Deutschland, so heißt ein aktueller Artikel auf der Website emissionslos.com. Mit Stand vom 3. März 2012 werden die derzeit in Deutschland verfügbaren Hybridautos aufgeführt, die man als Neuwagen kaufen kann.

Die Liste reicht vom Toyota Prius bis zum Porsche Cayenne. Schade, dass man die Tabelle nicht nach den verschiedenen Themen sortieren kann (obwohl das Symbol darauf hindeutet): Also zum Beispiel nach Preis (knapp 19.000 bis 124.000 Euro) oder nach Spritverbrauch (3,8 bis 9,9 Liter). Aber die Tabelle ist ja recht übersichtlich auf auf jeden Fall sehr hilfreich. Sympathisch ist mir auch, dass all die vollmundig angekündigten Projekte noch nicht drauf sind, sondern eben nur das, was der Markt aktuell hergibt.

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«Kein Auto zu haben, ist eine sehr hohe Lebensqualität» sagen die Schweizer

Veröffentlicht am 6. März 2012

Website „autofrei wohnen”

Website „autofrei wohnen”

Naja, den Schweizern mag man das glauben: «Kein Auto zu haben, ist eine sehr hohe Lebensqualität» berichtet der tagesanzeiger.ch. Ein Land, in dem fast alle Eiwnohner eine Bahncard haben, in dem man mit der Bahn in wenigen Stunden einmal quer durchs Landfahren kann und mit dem Postbus auch in die entlegensten Orte kommt.

Dennoch sorgt das Projekt eines autofreien Wohnquartiers auch dort – wie in vielen deutschen Städten – für heftige Diskussionen. Dem Bericht zufolge streitet man in Zürich noch über ein Verbot für Autos in einem Wohnviertel, in Bern gibts das schon.

Da bei mir vor der Haustüre schon vor langer Zeit ein Freiburger Stadtviertel, das Vauban, mit einem damals revolutionären Mobilitätskonzept geplant und realisiert wurde, das Vauban, wundert mich diese Debatte doch etwas.

Die Diskussionen gleichen sich in vielen Städten: Dar man den Zwang zum Nachweis von Stellplätzen in Städten aufheben? Bekommen dann nur die eine Wohnung, die aufs Auto ganz verzichten? Oder wird vielleicht nur der Autoverkehr „ausgelagert” aus einem privilegierten Wohnviertel zu den angrenzenden Stadtvierteln, an deren Rand dann die Parkhäuser für die restlichen Autofahrer im autofreien Wohnbezirk stehen?

Die Schweizer schauen nach Bern, wo in einem Quartier Bümpliz Bewohner seit rund einem Jahr aufs Auto verzichten. Der Anreiz für die Stadtplaner liegt wie so oft auch darin, dass die raren Flächen eines Wohnviertels viel effektiver durch Wohnraum, Büros und Geschäfte genutzt werden können als durch Parkplätze. In größeren Städten ist der ÖPNV meistens sowieso ganz gut entwickelt. Durch Carsharing kann man Ergänzungen schaffen, innerstädtisch schafft auch das Fahrrad Erleichterung im Verkehrsdilemma.

In Zürich sind bereits zwei autofreie Überbauungen geplant. Parkplätze wurden stark reduziert, aber natürlich nicht völlig abgeschafft.

Wer sich einen aktuellen Überblick über Wohnviertel ohne Autos verschaffen möchte, der findet hierfür auch eine eigene Website: autofrei-wohnen.de. Ein Schwerpiunkt ist Berlin, aber es werden auch andere Städte in Deutschland und in anderen Ländern aufgeführt. Es werden übrigens auch autofreie Urlaubsorte aufgelistet.

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Bahncard 100: das Non-plus-ultra fürs umweltfreundliche Reisen?

Veröffentlicht am 8. Februar 2012

Bahncard 100 - die rundum-sorglos-Lösung?

Bahncard 100 - die rundum-sorglos-Lösung?

Wer über umweltfreundliche Mobilität grübelt, der kommt an öffentlichen Verkehrsmitteln kaum vorbei. In unserem Land heißt das: Bahn fahren. Und bei diesem Stichwort fallen einem spontan tausend Stichworte ein – und kaum eines davon ist positiv besetzt: Ausfälle bei Kälte, Strapazen bei Hitze durch ausgefallene Klimaanlagen, Verspätungen, Pöbeleien im Zug etc.

Dabei gibt es durchaus echte Bahnfans, die gerne im innerdeutschen (und internationalen) Zugnetz unterwegs sind und auch viel Lob für diese Art der Fortbewegung finden. Aber wer viel reist, der erlebt auch viel und da sind eben auch kritische Betrachtungen angebracht. Zum Beispiel solche wie diese von Jan Theofel: Was bekommt man bei der DB für 4000 Euro? Keine klare Antwort!.

Hier bezieht sich die Kritik auf die Nutzung der Bahncard 100 in den Stadtgebieten. Für Bahncard 100-Nutzer sollte die wohl generell frei sein. Alle anderen Bahncard-Benutzer haben dagegen die Einschränkung, dass ihr Abfahrtsort mindestens 100 km entfernt ist und zu einem der City-Ticket-Gebiete gehört (wenn ich das richtig verstanden habe)

Für alle, die sich nicht so intensiv mit dem Thema Bahncard beschäftigt haben: Die Bahncard 100 ist sozusagen die Krönung des Bahnfahrens: Für derzeit 3900 Euro kann man ein Jahr ohne weitere Kosten im Streckennetz der DB fahren, eben auch in den Verkehrsverbünden der Stadtgebiete. Das Rundum-sorglos-Paket also.

Für soviel Geld muss man schon eine Weile unterwegs sein, damit sich das lohnt: Die Wochenendbesuche bei der Oma im 100 Kilometer entfernten Ort werden kaum ausreichen, damit sich das amortisiert. Auf der anderen Seite spart man auch in anderen Bereichen, bekommt Leihfahrräder und -Autos entweder günstiger oder spart die Grundgebühr etc.

Insgesamt ist das Angebot zwar auf den ersten Blick verlockend. Aber – wie auch der oben angeführte Artikel zeigt – eben nicht die Rundum-sorglos-Lösung: Was ist mit Platzreservierungen? Wieso bekomme ich das Leihfahrrad zum Beispiel nicht umsonst, als Bahncard 100 Kunde? Betriebskosten wie beim Mietwagen entstehen ja nicht. Auch für die Parkplätze am Bahnhof gibts günstigere Preise. Aber wer für jede Abfahrt in die nächste größere Stadt muss und dort ein paar Tage lang sein Auto abstellt, der zahlt ordentlich drauf.

Und schließlich: Gibts da keine App dafür? Es gibt wohl, wenn meine Übersicht stimmt, für viele Teilbereiche eine App: Für den Fahrplan, den Ticketkauf, das Leih-Fahrrad… Aber fürs große Ganze? Beispielsweise von hier (Emmendingen) nach Freiburg ins Parkhaus, dann mit Platzreservierung in den ICE nach Hamburg, dort auf Fahrrad oder Leihwagen umsteigen.

Aber auch dann bliebe noch die Überlegung, dass zu den knapp 4000 Euro fürs Bahnticket noch Parkhauskosten, Reservierungskosten und evt. Anschlusskosten (Fahrrad, Auto) kommen. Bei Viel-Reisenden – und nur für die ist das ja interessant – kommt da nochmal ein schöner Batzen zusammen.

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