Fahrradbekleidung mit Sinn und Stil: Helmkapuze inklusive

Fahrradbekleidung mit Sinn und Stil: Helmkapuze inklusive

Fahrradbekleidung ist ein manchmal schmerzhaftes Thema. Wenn man Rennrad oder Montain Bike fährt und sich sportlich kleiden möchte: kein Problem. Die einschlägigen Radgeschäfte und Online-Shops bieten bunte High-Tech-Klamotten in allen chemischen und farblichen Zusammensetzungen.

Möchte man dagegen halbwegs stilgerecht zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren und sich nicht in hautenge, knallige Lycra-Stoffe kleiden, dann hat man ein Problem. Federführend in Stilfragen sind – wie so oft – die Briten. Sie schaffen es, das Nützliche mit Stil zu verbinden. Leider sind Preise meistens ziemlich happig.

Helmauswahl des britischen Onlineshops cyclechic.co.uk

Helmauswahl des britischen Onlineshops cyclechic.co.uk

Fahrradbekleidung: nicht immer bunt

Farbtupfer im Alltag sind immer eine Bereicherung, natürlich auch auf dem Fahrrad. Oftmals signalisieren die Radklamotten aber ziemlich marktschreierisch, dass hier Leistungssportler unterwegs sind. Alltags-Radler legen deshalb Wert auf funktionale Kleidung, die freilich nicht nur den Sport als Funktion kennen. Wieso ist es so schwer, eine Hose zu finden, die auf dem Rad warm und bequem und am Arbeitsplatz dezent und bequem ist. Warum gibt es keine stilvollen Winterjacken, die sich der Radler-Haltung anpassen und beispielsweise auch eine Kapuze haben, die man über den Helm ziehen kann? Und warum gelingt es im Zeitalter der Hightech-Kunststoffe nicht, warme, bequeme Schuhe zu gestalten, die wasserdicht und warm sind? Die meisten Radler sind bei schlechtem Wetter mit Gummistiefeln oder Bergstiefeln unterwegs.

Stilvolle Jackets muss man suchen - und findet sie oft genug bei den Briten.

Silvolle Jackets muss man suchen – und findet sie oft genug bei den Briten.

Dänen und Briten haben modisch die Nase vorn

Das Thema Radfahren und Kleidung hat die Kopenhagener Website http://www.copenhagencyclechic.com schon vor langen Jahren aufgegriffen. Allerdings mehr in Form einer bunten Sammlung des Kopenhagener radler-Alltags und ohne konkrete Empfehlungen. Das das Thema gut ankommt zeigen auch die diversen Ableger, die es mittlerweile gibt: zum Beispiel http://www.strasbourgcyclechic.com oder http://amsterdamcyclechic.com.

Kommerzieller nutzt ein britischer Händler den Begriff: https://www.cyclechic.co.uk hat sich das Motto gesetzt: helping you cycle in style. Und das tun die Briten auch ganz konkret mit ihrem Shop. Neben der Kleidung gibts hier auch interessante Helme, Einkaufstaschen und Räder. Interessant ist die Seite für Suchende auch deshalb, weil das Kleidungsangebot nach Herstellern zu sortieren ist. So erfährt man auf Anhieb eine ganze Menge Quellen für gute Radler-Kleidung.

Die englische Website londoncyclist.co.uk hat eigentlich den Alltag des Londoner Radlers im Blick, samt Verkehrsproblemen und Ausflugsmöglichkeiten. Aber man beschäftigt sich hier auch oft und gerne mit Ausrüstungsfragen. Die Webseiten-Betreiber testen Bekleidung und so findet man hier immer wieder interessante Links zum Beispiel zum englischen Hersteller Vulpine. Hat man den ersten Schock überwunden und die Jacken für 350 englische Pfund ausgeblendet, bleibt immer noch einiges an ansprechender Radbekleidung übrig.

Wer in deutschen Landen sucht, der wird vielleicht noch am ehesten beim Sportartikel-Hersteller Vaude am Bodensee fündig. Hier gibts Sportjacken, die funktionell sind und zivil aussehen. Für die Men’s Boe Jacket muss man aber auch hier 420 Euro hinlegen. Die einzige zivile Radler-Jacke mit einem Helmkapuze, die ich gefunden habe, stammt übrigens von einem japanischen Hersteller. Die Adventure Jacket von PedalEd schlägt aber ebenfalls mit fast 500 Euro zu Buche.