Immer wenn die Rede ist von fahrradfreundlichen Städten, werden als Beispiele Amsterdam und Kopenhagen genannt. Und es entsteht der Eindruck, als ob die kleinen, sympathischen Völkchen einfach gerne Rad fahren. Und das ist es dann auch schon. Welchen Aufwand die beiden Großstädte getrieben haben und noch immer betreiben, um die Weichen für eine fahrradfreundliche und umweltfreundliche Zukunft zu stellen, das geht oftmals etwas unter.

Das oben verlinkte Video zeigt recht anschaulich, wie der Auto- und Radverkehr an der meist frequentierten Fahrrad-Kreuzung der Welt (so ist das zumindest betitelt) in Kopenhagen geregelt ist. Die Verkehrsdichte ist beeindruckend, dennoch scheint alles ziemlich reibungslos zu verlaufen. Bei jedem einzelnen Detail erntet man wahrscheinlich bei deutschen Stadtplanern und Politiker nur ein sanftmütiges Kopfschütteln: „Das geht bei uns nicht, weil…”.

Wie viel Mut die Verantwortlichen in diesen Städten damals aufgebracht haben, wird erst heute deutlich. Dazu gehört freilich auch die Erkenntnis, dass die Bewohner das damals auch genauso haben wollten – was ebenfalls keine Selbstverständlichkeit ist.