Der ADAC hat erste von VW umgerüstete Fahrzeuge mit 2-Liter-Dieseln unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Die Ergebnisse nach dem Software-Update deuten darauf hin, dass die VW-Umrüstung bei den untersuchten Modellen im realen Fahrbetrieb einen Umweltnutzen bringen kann. Verbrauch und Motorleistung hingegen werden durch die Umrüstung kaum beeinträchtigt.

Zusammen mit den Partnerclubs ÖAMTC aus Österreich und TCS aus der Schweiz und mit Unterstützung der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) hat der ADAC drei Audi Avant 2,0 TDI sowie einen VW Golf 2,0 TDI BMT getestet, jeweils mit manueller 6-Gang-Schaltung und Start-Stopp-System.

Abgas-, Verbrauchs- und Leistungsmessungen fanden sowohl auf dem Prüfstand statt wie – die Fahrdynamik-Messungen und Fahrversuche – auf der Straße. Untersucht wurden die Fahrzeuge jeweils vor und nach der softwaretechnischen Umrüstung des Herstellers, bei gleichbleibenden, genormten Bedingungen. Die Autos wurden sowohl dem für die Fahrzeugtypengenehmigung relevanten NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) unterzogen als auch den realitätsnäheren Zyklen WLTC (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) und BAB130 (ADAC Autobahnzyklus). WLTC und BAB130 sind besonders aussagekräftig, weil hier mit höherem Tempo und alltäglichen Verbrauchern wie der Klimaanlage gefahren wird.

Alle Ergebnisse findet man hier.

Noch ein Ergebnis des Tests: „Auffällig ist, dass der im NEFZ-Zyklus ermittelte Dieselverbrauch bei den Messungen aller vier Fahrzeuge bereits vor der Softwareänderung um 7 bis 15 Prozent höher ausfiel als der Hersteller jeweils angab (Normverbrauch).” Ein Umstand, den viele Verbraucher durch eigene schmerzliche Ertfahrungen nach dem Kauf bereits herausgefunden haben – auch bei andere Marken.