Der XL 1 von VW. Foto: Volkswagen

Der XL 1 von VW. Foto: Volkswagen

Gut gebrüllt, VW: „Das sparsamste Auto der Welt” stellte der Volkswagenkonzern nach eigener Pressemitteilung jetzt vor – und alle, alle kamen. In fast allen Medien wurde der irgendwo zwischen potthässlich und futuristisch-im Stil-der-70er-Jahre angesiedelte Prototyp beschrieben – und ist doch kaum was anderes, als all die anderen Prototypen und sogenannte Studien: eine mit viel technischem Aufwand realisierte Idee mit geringer Aussagekraft über künftige Entwicklungen.

Die Weltpremiere VW XL 1 fand unlängst im Emirat Katar statt. Der Verbrauch des kabinenrollerartigen Gefährts soll bei rund 0,9 Litern pro 100 Kilometern liegen. Und weil es ein Plugin-Hybrid ist, dessen Stromverbrauch nicht in die Sprit-Verbrauchsrechnung einfließt, kommt das Auto mit dem 10-Liter-Tank wohl auf einen ziemlich großen Aktionsradius.

Technisch basiert das Gefährt auf einem zweizylindrigen TDI-Motor mit 48 PS und einem Elektromotor mit 27 PS. Mussten beim Vorgängermodell noch zwei Personen hintereinander sitzen, so recht es jetzt zum Nebeneinander.

Vielleicht sehe ich den gewaltigen PR-Auftrieb etwas zu kritisch, aber realistischer und aussagekräftiger finde ich da schon den vom gleichen Konzern veranstalteten Spritsparwettbewerb. Dort brachte es ein „normales” Auto immerhin schon auf 2,34 Liter pro 100 Kilometer.