
ECO Drive von Auto, Motor und Sport
Jetzt ist das Thema Umwelt wohl endgültig bei uns angekommen: Wenn die altehrwürdige “Auto, Motor und Sport” aus dem Motor Presse Verlag in Stuttgart eine grüne Ausgabe mit dem Titel “Das Magazin für umweltbewusste Mobilität” herausbringt, dann scheinen auch die PS-Fans, naja: nicht gerade umgekrempelt, aber doch irgendwie sensibilisiert.
Denn als Verbraucher wissen wir längst, was sich in diesen Medien (natürlich wegen unserer Reaktionen als Leser) am besten verkauft: Schöne Bilder und knappe Texte von automobilen Highlights wie Porsche, Mercedes, BMW und Audi. Ein Streifzug durch Auto-Websites im Internet versetzt uns übrigens auch jetzt noch in Zeiten zurück, in denen C02 eine unbekannte Größe und “grün” höchstens als grün-metallic vorkam.
Die AMS-Redakteure präsentieren sich so umweltbewusst, wie es ihnen möglich ist. Und so versiert und fachkundig, wie wir es von ihnen erwarten können. Mit gewohnter Sachkunde und Akribie widmen sich die Motorjournalisten neuen Techniken und neuen Kraftstoffen. Kompakt und anschaulich ist alles dargestellt, was man zu Brennstoffzelle und Elektromotoren wissen muss, über Hybridantriebe und Wasserstoff und vieles mehr.
Auch der praktische Teil kommt nicht zu kurz: 12 Autos mit Hybridtechniken werden vorgestellt, 8 Elektroautos detailliert beschrieben und drei sogenannte “clean diesel”.
Wer sich über die aktuelle Technik auf dem Laufenden halten will und wissen will, wohin die Technikreise geht, der kommt an diesem Heft kaum vorbei und bekommt für 3,90 Euro einen exquisiten Gegenwert. Enttäuscht wird allerhöchstens derjenige, der gedacht hatte, dass hier spritsparende aktuelle Kleinwagen vorgestellt und verglichen werden. Aber das hatten wir von Auto, Motor und Sport auch nicht wirklich erwartet, oder?



