Frauen & Radfahren

25. Mai 2016

Was machen Frauen anders als Männer, dass man ihnen ein eigenes Thema widmen muss? Die Antwort sollte eigentlich ab einem gewissen Lebensalter jedem klar sein: Frauen machen vieles anders, gehen an bestimmte Dinge anders heran. Beim Autofahren ist das Thema fest in Männerhand, beim Radfahren ebenfalls, wenn man sich mal die einschlägigen Magazine ansieht. Deswegen hat dieses hier auch einen eigenen Stellenwert: Total Women’s Cycling.

Es geht ums Rennradeln und um MTB, um Fitness und die richtige Ernährung. Aber auch um richtige Ernährung, Fahrrad-Technik und das Radeln in der Stadt. Ein Themen-Mix, der sicher auch viele männliche Radler neidisch werden lässt, die schon mal einen Blick in die eher spezialisierten Magazine geworfen haben: Da gehts meistens nur um Fahrrad-Technik, nur ums Rennradeln, nur ums Montain-Biking.

Angesprochen werden freilich auch auf der Frauen-Website vor allem sportlichere Fahrerinnen: Schließlich ist das wohl auch die Zielgruppe, die etwas mehr Zeit und Geld ins Thema investiert – für Verlag und Herausgeber kein ganz uninteressanter Aspekt.

Auffallend ist übrigens, dass auch bei Fahrrad-Websites, bei denen das Sportliche nicht im Vordergrund steht, meist die Männer das Sagen haben. Das drückt sich oft auch in der Themenwahl aus. Wer sich übrigens vor allem for mofdische Aspekte interessiert und lediglich Anregungen sucht, der ist bei diesem Oldtimer gut aufgehoben: Auf http://www.copenhagencyclechic.com wird – ganz ohne Werbung und Produktverlinkung – ein buntes Bilder der Kopenhagener auf dem Rad vermittelt und gezeigt, wie chic man auch im Alltag auf dem Rad daher kommen kann.

Die begehrtesten Elektro- und Hybridautos

13. Mai 2016
Top Ten der begehrtesten Elektro-Fahrzeuge auf Autoscout24

Top Ten der begehrtesten Elektro-Fahrzeuge auf Autoscout24

Beliebte Elektrofahrzeuge kosten gebraucht oft weniger als 20.000 Euro – alltagstaugliche Hybridmodelle im günstigsten Fall sogar nur 8.000 Euro. Das berichtet Autoscout jetzt in einer Pressemitteilung. Die Internet-Plattform für den Kauf von Gebraucht- und Neuwagen hat festgestellt, dass die meisten Elektro- und Hybridautos als Neuwagen wesentlich teurer sind als vergleichbare Benzin- oder Dieselmodelle – selbst mit staatlicher Prämie.

Gebrauchte Hybrid-, Plug-In-Hybrid oder reine E-Mobile findet man allerdings in fast allen Segmenten zu erschwinglichen Preisen – egal ob Kleinwagen, Kompakt-, Mittel- oder Oberklasse, Sportwagen oder SUV. Durch die beschlossenen Prämien, so die Prognose, werde der E-Gebrauchtwagenmarkt künftig weiter wachsen: „Aus den Detailseitenaufrufen der letzten Monate lassen sich bereits Tendenzen herauslesen: Bezahlbar sollen die E-Mobile sein. Fünf Modelle unserer Top Ten der begehrtesten Elektrofahrzeuge kosten unter 20.000 Euro. Vier sind sogar für unter 15.000 Euro zu haben.“ Ein weiteres Ergebnis der aktuellen Auswertung von AutoScout24: Bei den Hybriden schafft es der Pionier Toyota nur auf Platz zehn der begehrtesten Gebrauchtwagen. Und die günstigsten Angebote kommen von Honda – immerhin auch schon seit 1999 im Hybrid-Geschäft.

Elektro-Top-Ten: Alltagsfahrzeuge dominieren – „Traumwagen“ an der Spitze

Größer könnte der Abstand an der Tabellenspitze kaum sein: Das Model S von Tesla – mit einem Durchschnittspreis von 93.378 Euro das mit Abstand teuerste gebrauchte Fahrzeug der Elektro-Top-Ten – führt mit mehr als fünfmal so vielen Detailseitenaufrufen das Ranking bei den E-Mobilen an. Auf Platz zwei taucht mit dem BMW i3 (36.411 Euro) bereits ein Fahrzeug eines deutschen Herstellers auf. Direkt dahinter folgt das derzeit billigste Fahrzeug eines Großserien-Herstellers, der zweisitzige Renault Twizy (6.802 Euro gebraucht). Auf den weiteren Plätzen rangieren der nutzwertorientierte Renault Kangoo Z.E. (13.209 Euro) sowie der etwas aus der Reihe fallende Opel Ampera (24.383 Euro). Der Opel verfügt als einziger serienmäßig über einen Benzinmotor als Generator und Reichweitenverlängerer.

Dahinter sortieren sich mit Renault Zoe (Platz sechs, 16.170 Euro), Peugeot iOn (14.136 Euro) und Smart Fortwo Electric Drive (13.209 Euro) drei stadttaugliche Kleinwagen ein, die schon aufgrund ihrer Alltags-Reichweiten von rund 150 Kilometern hauptsächlich als Zweitwagen angeschafft werden. Die letzten beiden Plätze bei den Elektromobilen gehen an Volkswagen. Der kleinere VW e-up! (21.159 Euro) landet mit Platz neun vor seinem letztplatzierten großen Bruder, dem e-Golf (31.765 Euro). Der hohe Preis im Vergleich zur Fahrzeuggröße sowie das breite Angebot an konventionell angetriebenen Modellen dürfte hier abschreckend auf kostenbewusste Interessenten wirken. „Mit welchem Modell man auch liebäugelt: Käufer sollten sich auf jeden Fall Garantiebedingungen und Wartungshinweise der Hersteller anschauen. So bieten BMW, Tesla oder VW auf die gekauften Batterien acht Jahre Garantie. Dagegen wird der Renault Zoe nur in Kombination mit einem Batterie-Mietvertrag angeboten, was monatlich weitere Kosten verursacht. Dafür trägt der Hersteller das Risiko hinsichtlich Lebensdauer- und Kapazitätsverlust der Akkus“, so Bubenheim.

Hybrid-Top-Ten: Deutsche Plug-In Modelle führen

Bei den Hybriden dominieren bis auf BMW und Peugeot strategiebedingt andere Marken. Mit dem BMW i8 (115.670 Euro gebraucht) landet ein reinrassiger Sportler auf Platz eins. Allerdings verdient der Bayer schon allein aufgrund seines Preises das Etikett Traumwagen – was auch die knapp dreimal so hohen Detailseitenaufrufe gegenüber dem Zweitplatzierten erklärt. Dort wird für gut die Hälfte des Preises (65.303 Euro) die S-Klasse von Mercedes-Benz geführt. Bereits auf dem dritten Platz folgt das mit Abstand billigste Modell in den Hybrid-Top-Ten: Der unauffällige Honda Civic (7.812 Euro) in der Stufenheckversion – als Hybrid in Deutschland zwischen 2003 und 2010 angeboten und danach vom Honda Insight ersetzt. Platz vier sichern sich die Hybrid-Limousinen der Lexus GS-Baureihe (33.399 Euro), ebenfalls bereits seit 2006 auf dem Markt. Mit der E-Klasse (35.336 Euro) von Mercedes-Benz schafft es ein weiteres Modell der Stuttgarter Premiummarke in die Hybrid-Top-Ten und belegt Platz fünf.

Die Breite des Angebots offenbart als Sechster der als Dieselhybrid angebotene Crossover Peugeot 508 RXH mit Kombi- und SUV-Elementen (24.496 Euro). Auf den restlichen Plätzen folgen die im Hybridbereich seit Jahrzehnten stark vertretenen Japaner: Platz sechs belegt der kompakt-sportliche und günstige 2+2-Sitzer Honda CR-Z (11.534 Euro) vor dem allgemein zu nahezu zwei Dritteln hybridangetriebenen Lexus-SUV der RX-Baureihe (31.397 Euro). Auf Platz neun vervollständigt mit dem kompakten Lexus CT 200h (20.412 Euro) erneut ein Ableger der Toyota Luxusmarke den bunten Reigen der Fahrzeugkategorien. Mit dem zehntplatzierten Toyota Prius+ (22.809 Euro) komplettiert ein 7-Sitzer die große Bandbreite an Hybridautos. „Diese Auswahl zeigt, dass potenzielle Käufer von Hybridfahrzeugen schon heute aus vielen Einkommensbereichen und Lebenslagen stammen“, vervollständigt Christian Bubenheim seine Analyse.

Die Top Ten der begehrtesten Elektro-Fahrzeuge auf AutoScout24 findet man hier in einem PDF-Download der aktuellen Pressemitteilung in einer übersichtlichen Tabelle.

Top Ten der begehrtesten Hybrid-Fahrzeuge auf Autoscout24

Top Ten der begehrtesten Hybrid-Fahrzeuge auf Autoscout24

Die E-Auto-Kaufprämie als Klima-Desaster?

28. April 2016
E-Auto-Kaufprämie: umstritten

E-Auto-Kaufprämie: umstritten

Diese Meinung vertritt zumindest Autor Peter Vollmer auf der Website von Wiwo Green: Kommentar: Die E-Auto-Kaufprämie ist ein Klima-Desaster. Er verweist auf den Abgasskandal und auf die Boni der Automanager – Ärgernisse, die jeder Verbraucher nachvollziehen kann. Besonders interessant finde ich den Hinweis auf staatliche Lade-Tankstellen mit grünem Strom für Elektro-Autos. Dafür hätten auch Kauf-Interessenten der E-Mobile sicher viel Verständnis.

Diesel: Was soll die blaue Plakette?

15. April 2016
Werden Diesel-Fahrzeuge demnächst ausgesperrt? Photo by Nabeel Syed

Werden Diesel-Fahrzeuge demnächst ausgesperrt? Photo by Nabeel Syed

Die ZEIT versucht mit diesem Online-Artikel etwas Licht ins Dunkel um die blaue Umweltplakette zu bringen: Diesel: Was soll die blaue Plakette? | ZEIT ONLINE.

Nun kann man das nicht als Kaffeesatz-Leserei abtun. Zwar gibt es außer einem Beschluss der Umweltminister noch nix Konkretes, aber es wird hier schon mal ganz gut ausgeleuchtet, was auf die Autofahrer zukommen kann.

Ich selbst sehe die Plakette – trotz aller Aufgeschlossenheit für Umweltthemen – eher kritisch. Mir kommt das so vor, als hätte die Politik nach dem Dieselskandal versucht, schnell etwas Wirkungsvolles zu präsentieren. Auch wenn das Ganze vielleicht etwas unausgegoren ist.

Schließlich trifft diese Änderung der blauen Plakette, die letztlich auch irgendwann mit Einschränkungen und Fahrverboten einhergehen soll und wird, vor allem die Verbraucher. Auch diejenigen, die versucht haben, beim Kauf ihres Fahrzeugs nach bestem Wissen und Gewissen ein umweltfreundliches Modell mit niedrigen Verbrauchswerten auszuwählen. Das gilt auch für all diejenigen, die sich ein Gebrauchtfahrzeug gekauft haben.

Die Vertreter der Autoindustrie können sich dagegen ein weiteres Mal die Hände reiben und auf ihre neuesten Modelle verweisen, die jetzt die EURO-6-Norm erfüllen. Dass die Erfüllung dieser Normen und Abgaswerten erst noch mal mit Messungen im Alltag belegt werden muss, steht ja wieder auf einem anderen Blatt.

Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg hat übrigens schon 2014 an drei EURO-6-Diesel Pkw Messungen der NO2- und NOx-Emissionen vorgenommen. Demzufolge lagen die NOx-Emissionen im Innerortsbereich um den Faktor 1,6 – 8,5, im Außerortsbereich um den Faktor 1,7 – 7,7 über dem Grenzwert der Euro 6-Norm von 80 mg/km.

Nüchternes Fazit der Real-Tester:
Angesichts der Probleme in der Luftreinhaltung mit der Überschreitung der NO2-Immissionsgrenzwerte an stark befahrenen innerstädtischen Straßen mit enger Randbebauung sind die in dieser Untersuchung festgestellten NOx-Emissionen der untersuchten Euro 6-Mittelklasse-Pkw noch deutlich zu hoch.

Weitere Details:
• Besonders schädlich ist Stop-and-Go. Je höher die Dynamik des Fahrverlaufs, desto höher die Emissionen. Dieses Verhalten sei, so heißt es, bei EURO-4- und EURO-5-Diesel-Pkw deutlich geringer ausgeprägt.
• Maximalwerte gibts jenseits der 130 km/h.
• Tempo 30 brachte keine Verringerung.

Was kommt auf Diesel-Fahrer zu?

Selbst wer ein neues Fahrzeug mit EURO 6 besitzt, kann nicht sicher sein, dass ein Auto die Grenzwerte für NO2 und NOx im realen Betrieb einhält. Generell sollte man dennoch beim Kauf, auch Gebraucht-Kauf, auf die besten Daten achten. Und schließlich hat – auch wenn diese Erkenntnis oft müde belächelt wird – der Fahrstil und das flüssige Vorankommen nicht unerheblichen Einfluss auf Verbrauch und noch mehr auf Schadstoffe. Was oben als „dynamisches Fahren” bezeichnet wird, ist ja oft genug mit dem in Deutschland mit dem überstrapazierten Begriff „sportliches Fahren” verbunden und eher unsinnig.

Canyon Commuter Brooks – elegantes und minimalistisches Pendler-Fahrrad

11. April 2016
Canyon Commuter Brooks 150

Canyon Commuter Brooks 150

Die Vielzahl der Räder, die neu auf den Markt kommen ist gigantisch, die Vielfalt dagegen wird nur manchmal durch neue Ideen erweitert. Das Canyon | COMMUTER | Commuter Brooks 150 ist ein minimalistisch gestaltetes, edles Stadt-Fahrrad, das in mancherlei Hinsicht optisch und technisch aus dem Rahmen fällt.

Vom Stil wirkt es eher wie ein Fixie: geradlinig und schnörkellos. Für den Einsatz im Pendler-Verkehr hat es einige technische Feinheiten, die aber sehr dezent angebracht sind, um die Fixie-Optik nicht in ein Multifunktions-Rad mit dem Anschein eines Schweizer Taschenmessers zu verwandeln. Der Zahnriemenantrieb und die 8-Gang-Nabe zum Beispiel fügen sich eher dezent ein ohne technische Abstriche zu machen. Nabendynamo und Mini-Beleuchtung machen optisch ebenfalls nicht viel Aufsehen.

Brooks-Sattel und Handgriffe wirken ebenso wie der schmale Gepäckträger edel und karg, sind aber äußerst funktionell. Wenn man sich noch etwas wünschen dürfte als Fahrrad-Fan, dann einen moderateren Preis, der mit fast 1.900 Euro aber ehrlich gesagt ziemlich reell ist. Und die Tarnfarbe moosgrün ist wahrscheinlich auch nicht jedermanns Sache, soll aber wahrscheinlich das dezente Erscheinungsbild unterstreichen und ist immerhin etwas freundlicher als das sonst oft verwendete und einfallslose schwarz.

PS: Das ist – wie alle anderen Artikel hier auch – kein bezahlter Blogpost, sondern ist schlicht auf meine Begeisterung für gute Fahrrad-Lösungen und schönes Design zurückzuführen.

Tesla stellt das verbraucherfreundliche und preisgünstige Model 3 vor

4. April 2016

Von den Vorstellungen neuer oder besonders sparsamer Automodelle an dieser Stelle habe ich mich ja verabschiedet: Die Ankündigungen der Industrie hielten oftmals nicht Schritt mit den Praxis-Erfahrungen. Auch das Thema Elektromobilität reißt mich eigentlich nicht mehr wirklich vom Hocker: zu große Erwartungen, zu hohe Kosten, zu wenig Alltagstauglichkeit.

Die Vorstellung von Teslas neuem Model3 halte ich dagegen für einen möglichen Richtungswechsel beim Thema Elektromobilität: Tesla hat bewiesen, dass sie die Sache technisch im Griff haben. Dass sei ausgereifte Projekte und auch Visionen haben, an denen sie erfolgreich arbeiten.

Die Vorstellung des Tesla Model 3 könnte ein Meilenstein sein. Runde 31.000 Euro Einstiegskosten, eine praktikable Reichweite von 360 Kilometern – kein Wunder, dass die Kunden Schlange stehen.

Video-Beitrag:

Klapprad-Erfahrungen

Über...

Joachim Ott

Joachim Ott. Journalist und Blogger. Gerne unterwegs, vor allem im Südwesten, am liebsten umweltfreundlich.

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