Ride Bikes, Fall in Love With Where You Live – ein Plädoyer fürs Radeln

31. August 2016

Die Kampagne in Winnipeg ist lange vorbei, die lief im Juni 2016. Aber dieses Video, das auf Winnipegs Bike Week aufmerksam machen sollte, ist in meinen Augen so schön gemacht, dass sich viele Städte und Gemeinden daran ein Beispiel nehmen könnten. Ohne erhobenen Zeigefinger und den Appell ans Umweltbewusstsein gehts hier in meinen Augen vor allem um die Erlebniswelt, die das Radeln in der Stadt vermitteln kann. Der Untertitel „Fall in Love With Where You Live on” zeigt das recht anschaulich.

Lehrstück Fahrrad-Sicherheit am Beispiel Kopenhagen

25. August 2016

Immer wenn die Rede ist von fahrradfreundlichen Städten, werden als Beispiele Amsterdam und Kopenhagen genannt. Und es entsteht der Eindruck, als ob die kleinen, sympathischen Völkchen einfach gerne Rad fahren. Und das ist es dann auch schon. Welchen Aufwand die beiden Großstädte getrieben haben und noch immer betreiben, um die Weichen für eine fahrradfreundliche und umweltfreundliche Zukunft zu stellen, das geht oftmals etwas unter.

Das oben verlinkte Video zeigt recht anschaulich, wie der Auto- und Radverkehr an der meist frequentierten Fahrrad-Kreuzung der Welt (so ist das zumindest betitelt) in Kopenhagen geregelt ist. Die Verkehrsdichte ist beeindruckend, dennoch scheint alles ziemlich reibungslos zu verlaufen. Bei jedem einzelnen Detail erntet man wahrscheinlich bei deutschen Stadtplanern und Politiker nur ein sanftmütiges Kopfschütteln: „Das geht bei uns nicht, weil…”.

Wie viel Mut die Verantwortlichen in diesen Städten damals aufgebracht haben, wird erst heute deutlich. Dazu gehört freilich auch die Erkenntnis, dass die Bewohner das damals auch genauso haben wollten – was ebenfalls keine Selbstverständlichkeit ist.

Die VCD Auto-Umweltliste 2016/2017 ist keine Umweltliste mehr

17. August 2016

Die VCD-Umweltliste der umweltfreundlichsten Autos in den verschiedenen Klassen ist keine Umweltliste mehr: Es fehlen die konkreten Angaben zu empfohlenen Autos:

„Mitten im Abgasskandal und der zweifelhaften Datenlage gibt es keine Platzierungen, keine Bewertung umweltbester Pkw.”

Da Orientierung jetzt aber mindestens genauso wichtig sei wie zuvor wolle man Verbrauchern Tipps und Fahrzeugempfehlungen: VCD Auto-Umweltliste 2016/2017. Das ist nett gemeint, aber leider ziemlich nutzlos. Wer die letzten Jahre nicht gerade in einer Höhle gelebt hat, der kennt die einschlägigen Tipps ganz gut. Was Verbraucher sich wünschen ist eine vertrauenswürdige Institution, die sie an die Hand nimmt und konkrete Empfehlungen ausspricht.

Was bleibt ist ein etwas unausgegoren wirkendes einerseits, andererseits, wie hier am Beispiel der Thematik Elektroautos:

„Aber E-Autos eignen sich: vor allem in Fahrzeugflotten und bei Privatpersonen für Pendler, die tägliche Wege ab 50 Kilometer zurücklegen. In beiden Fällen lohnt sich das E-Auto ökologisch. Finanziell macht das E-Auto für Pendler Sinn, wenn der Strom am Arbeitsplatz künftig kostenlos getankt werden kann.”

Noch immer gibt es einen Download-Link zu den Siegern der Umweltliste 2016/2016, die passenderweise benannt ist mit „Umweltcheck ohne Sieger”.

Statt konkreter Empfehlungen aber gibt es vorwiegend Forderungen des VCD an Politik und Autoindustrie. Da hat man wohl viel von den Politikern gelernt: Viel fordern, sich aber möglichst nicht festlegen.

Ein epischer Kreisverkehr in Großbritannien

4. August 2016

Ist er nicht schön? Man könnte stundenlang zusehen: In Swindon in Großbritannien befindet sich wohl der größte Kreisverkehr auf der Britischen Insel. Insgesamt sind es sogar 7 (!) Kreisverkehre, die da ineinander verflochten sind. Und mann kann darauf nicht nur mehrsprurig fahren, sondern auch in beide Fahrtrichtungen.

Der Riesenkreisel im Mutterland des Kreisverkehrs hat alle Skeptiker eines Besseren belehrt, die eine größere Unfallhäufigkeit vorausgesagt habe: Bislang hält sich die Unfall-Bilanz hier besser, als in allen anderen Kreiseln. Zum Jubiläum anlässlich des 60jährigen Bestehens haben die Briten die passenden Fahrzeuge aus der Entstehungszeit des Zirkels einfahren lassen und das Ganze mit einer aus der Luft gefilmt.

Wäre es nicht unheimlich beruhigend, sich das Video ohne Ton auf einen großen Bildschirm nahe des Schreibtisch zu installieren? Ständige Bewegung, keine Kollisionen, sozusagen ein Sinnbild der Arbeit, wie sie sein sollte.

Busliniensuche, die Website

29. Juli 2016
busliniensuche.de - Alle Infos zu Fernbussen, gibts auch als App.

busliniensuche.de - Alle Infos zu Fernbussen, gibts auch als App.

Man könnte meinen, das Thema hat sich erledigt, wenn man die heutigen Schlagzeilen liest: Wieder haben zwei Fernbus-Unternehmen fusioniert, die Marktmacht bündelt sich. Wer braucht da in naher Zukunft noch eine App oder eine Website, die Angebote vergleicht?

Diese hier hält sich sicher noch ein Weilchen: Auf busliniensuche.de (eine gleichnamige App gibt es auch) erhält man die Angebote verschiedener Fernbuslinien. Allerdings wird das Angebot standardmäßig erweitert um Mitfahrgelegenheiten von Blablacar sowie die Angebote der Bahn.

Inbegriffen sind auch Busse zu Flughäfen und viele ausländische Ziele. So erfährt man zum Beispiel, dass man von Freiburg in rund 35 Stunden auch nach Bukarest fahren kann, ohne Umsteigen, für etwas mehr als 100 Euro. Allerdings steigt hier das Vergleichsangebot raus: Wer die Bahn-Alternative kennen möchte, der muss dann schon direkt auf die bahn.de-Seite gehen und erfährt, dass man dort ebenfalls 35 Stunden braucht und vier Mal umsteigt.

Wer nicht auf Fernbusse festgelegt ist, der ist wahrscheinlich etwas besser bedient mit der Suchmaschine fromatob oder dem vergleichbaren Angebot rome2rio, die ich beide hier auch schon mal vorgestellt hatte.

Hilfreich ist das Angebot, wenn man sich Fernbusse konzentriert. Und finde ich besonders die Karte wertvoll, die die Städteverbindungen anzeigt: Man gibt seinen Abfahrtsort ein, der dann auf einer Karte rot markiert wird. Grüne Fähnchen oder Punkte bekommen all diejenigen Orte, die man von hier aus mit einem Fernbus erreicht.

Wer schon einmal versucht hat, von bestimmten Flughäfen bestimmte Ziele zu erreichen, der weiß, dass diese Zuordnung manchmal etwas schwierig zu finden ist. Die Karte zeigt auch, dass der Osten und der Süden Europas (Ausnahme Spanien) recht gut erschlossen sind. Im Norden (England und Skandinavien) sieht es dagegen nicht so gut aus. An der Entfernung kanns kaum liegen, denn St. Petersburg (139 Euro) oder Odessa (95 Euro) sind auch dabei. Mit der Karte erfährt man relativ schnell auch den „erwarteten Preis”: Freiburg – Barcelona zum Beispiel ist für 60 Euro zu haben, Freiburg – Madrid dagegen kostet 135 Euro.

Mit mehr Informationen zum Smartcar?

22. Juli 2016
Pace: Digitale Technik soll zum smarteres Autofahren führen.

Pace: Digitale Technik soll zum smarteres Autofahren führen.

Wer sich mehr Informationen von seinem Fahrzeug wünscht, also im Sinne von Fahrzeugdaten, dem ist vielleicht schon vor längerem die App Automatic aufgefallen, die ich hier schon einmal vorgestellt hatte. Über einen Adapter am Diagnosestecker sammelt die App Daten, mit denen man unter anderem Hinweise bekommt, wann man sparsam fährt, aber auch viele andere Iformationen.

Der Knackpunkt dabei war und ist allerdings, dass diese Diagnosestecker wohl für jeden Markt spezifisch ausgelegt werden: Automatic funktioniert also – so der Hersteller – ziemlich sicher für modernere Fahrzeuge, die für den amerikanischen Markt zu gelasssen sind.

Ziemlich ähnlich (um es mal vorsichtig auszurücken) ist das System, das hier unter dem Name Pace vorgestellt wurde und mit Kickstarter finanziert wird: PACE | Mach dein Auto zum Smartcar mit dem PACE Link. Nicht nur die Funktionsweise, auch das Preisgefüge ist ähnlich.

Neben den reinen Fahrzeugdaten und deren Auswertung verspricht Pace noch weitere Daten, die per App dann direkt auf dem Handy abrufbar sind. Das reicht von Notruf-Funktionen über einen Traffic Monitor und ein Fahrtenbuch bis hin zum Spritspartrainer. Ich bin nicht auf dem Laufenden, wieviele Informationen die digitalen Info-Zentralen modernster Limousinen jetzt bei uns in Deutschland liefern. Aber für die meisten Autofahrer dürfte das schon eine deutliche Erweiterung des Informationsangebotes sein.

Über den konkreten Nutzen lässt sich zur Zeit schwer etwas sagen: Es war ja schon immer so, dass gerade Autofahrer so umfassend wie möglich informiert werden wollen. Ob das tatsächlich das Fahrverhalten ändert oder anderen Bereicherungen mit sich bringt, ist unsicher. Schönstes Beispiel dürften die Verbrauchsanzeigen sein, die in modernen Autos heute Standard sind – und die ganz offensichtlich kaum jemanden dazu bewegen, sparsamer zu fahren.

Video-Beitrag:

Klapprad-Erfahrungen

Über...

Joachim Ott

Joachim Ott. Journalist und Blogger. Gerne unterwegs, vor allem im Südwesten, am liebsten umweltfreundlich.

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Autoersatzteile.de


 

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